Kommt Leverkusen gegen Stuttgart aus der Krise?

Kommt Leverkusen gegen Stuttgart aus der Krise?

Das Pokalaus gegen Viertligist Essen war der Gipfel des Negativlaufs der Werkself in diesem Jahr. Nun will man gegen den VfB den Bock umstoßen. Doch die Schwaben sind nach den Bayern das zweitstärkste Team in der Fremde.

In der Hinrunde gab es zwischen Stuttgart und Leverkusen ein 1:1. Patrik Schick brachte die Gäste mit 1:0 nach sieben Minuten in Führung. Sasa Kalajdzic traf eine Viertelstunde vor Schluss zum Ausgleich. Davor verloren die Schwaben die letzten drei Pflichtspiele in Bundesliga und DFB-Pokal gegen Leverkusen allesamt.

Insgesamt spricht die Bilanz auch für die Werkself: Sie gewann 39 Vergleiche und verlor 23. Dazu kommen 20 Unentschieden. Zuhause ist es noch eindeutiger: 22 Triumphe stehen sieben Pleiten gegenüber – bei 13 Punkteteilungen.

Leverkusen – Stuttgart im TV oder Livestream

Zu sehen gibt es das Spiel live ab 15:30 Uhr bei Sky.

Leverkusen will sich aus dem Sumpf ziehen

Es läuft derzeit überhaupt nicht für das Team von Trainer Peter Bosz. Nur gegen Frankfurt im Pokal und Dortmund in der Liga gewann man. Gegen Werder gab es ein 1:1. Doch in der Liga setzte es bei der Eintracht (1:2), bei Union (0:1), gegen Wolfsburg (0:1) und zuletzt in Leipzig (0:1) jeweils Pleiten. Hinzu kommt das peinliche Aus im DFB-Pokal-Achtelfinale beim Viertligisten Rot-Weiß Essen am Dienstag. Obwohl man in der Verlängerung durch Leon Bailey in Führung gegangen war, ließ man noch zwei Gegentore zu.

Der Negativlauf macht sich auch in der Tabelle bemerkbar. Vor dem Spiel gegen den VfB ist man auf Platz fünf abgerutscht. Vor Weihnachten war man noch Spitzenreiter. Doch mittlerweile fehlt auf die Eintracht auf dem letzten Champions-League-Rang schon ein Punkt. Umso wichtiger wäre ein Heimsieg gegen Stuttgart. Club-Chef Fernando Carro fordert eine Leistungssteigerung:

„Wir sind sportlich ab sofort nur noch in zwei Wettbewerben vertreten und ich erwarte, dass wir das Maximale herausholen. Den Druck muss ich nicht erhöhen. Alle bei uns kennen die Ziele. Ich erwarte aber von den Spielern, wie von jedem Mitarbeiter, dass sie unsere Ansprüche teilen. Ich möchte mich hier jedoch nicht aus der Emotion heraus an kurzfristigen Bewertungen abarbeiten. Die Ziele bleiben gleich, egal, ob wir momentan Erster oder Achter sind. Zusammen- und abgerechnet wird am Ende. Ich nehme immer den Zwei-Punkte-Schnitt als Basis. Demnach müssten wir nach 19 Spieltagen 38 Punkte haben. Wir haben 32. Das ist zu wenig für unsere Ansprüche. Wir werden uns im weiteren Verlauf der Rückrunde nachhaltig steigern müssen.“

Beim VfB klappt es jetzt auch zuhause

Lange waren die Aufsteiger aus dem Schwabenländle nur auswärts gefährlich, wo sie schon 17 Punkte geholt haben. Am vergangenen Freitag holten sie mit dem 2:0 gegen Abstiegskandidat Mainz endlich auch den ersten Heimsieg.

Nun soll es in der Fremde so weiter gehen. Dort gab es allerdings zuletzt zwei Pleiten: Ein 0:3 auf der Bielefelder Alm und ein 1:2 beim SC Freiburg. Und in Leverkusen? Dort gewann man nur eins der letzten sieben Pflichtspiele. Die anderen gingen verloren. Genauso wie die Pokalpartie am Mittwoch zuhause gegen Mönchengladbach (1:2). Dabei war man sogar in Führung gegangen. Trainer Pellegrino Matarazzo sah trotzdem einige positive Aspekte, wollte sich mit der Niederlage aber nicht lange aufhalten:

„Manchmal tut es gut, ein Spiel schnell abzuhaken. Wir haben heute ein Spiel auf Augenhöhe gesehen, wo wir in der 2. Halbzeit Chancen hatten, dass 2:2 zu schießen. Am Ende haben wir das Spiel verloren. Wir haben eine gute zweite Halbzeit geliefert, uns aber leider nicht belohnt. Ich sage: Abhaken, weiter geht’s.“

Voraussichtliche Aufstellungen

Leverkusen

Hradecky – Fosu-Mensah, Tah, Tapsoba, Sinkgraven – Aranguiz – Wirtz, Demirbay – Diaby, Alario, Bailey

Stuttgart

Kobel – Mavropanos, Anton, Kempf – Endo, Sosa – Wamangituka, Förster, Mangala – Gonzalez – Kalajdzic

Mein Tipp

Bayer will und muss aus dem Loch herauskommen, der VfB möchte wieder zur Auswärtsstärke zurückfinden. Am Ende steht ein 1:1. Für Leverkusen ist das zu wenig.
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