Spielerschutz 18+

Spielerschutz 18+

Spielen mit Verantwortung

Ob LOTTO, ODDSET, Eurojackpot, TOTO, KENO oder Sofortlotterien - die Spielangebote der Landeslotteriegesellschaften sollen in erster Linie der Unterhaltung dienen. Die meisten Menschen haben einfach Spaß am Spiel, für manche kann es jedoch zum ernsthaften Problem werden und sogar Suchtcharakter annehmen.

Die staatlichen Lotteriegesellschaften haben die Aufgabe, für interessierte Spieler ein überschaubares Angebot an Zahlenlotterien und Sportwetten zur Verfügung zu stellen und diese zuverlässig und geordnet mit höchster Sicherheit zu veranstalten.

Der Rahmen hierfür wird entsprechend der gesetzlichen Bestimmungen von Spielsuchtprävention, Jugendschutz und der Kanalisierung des Spieltriebes bestimmt.

Die deutschen Lotteriegesellschaften möchten Ihre Kunden daher für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Glücksspiel sensibilisieren und gleichzeitig Information und Hilfestellung bieten.

Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Flyer mit Kurzinformationen und einem kurzen Selbsttest zum Thema Glücksspielsucht:

PDF Download BZgA Flyer Spielsucht (1871 KB)

Spielsucht

Wann wird Spielen zum Problem?

Probleme können sich ergeben, wenn das Spielverhalten außer Kontrolle gerät und zur Ersatzhandlung für ungelöste persönliche Probleme wird. Daraus kann sich eine Spielsucht entwickeln.

Es geht dann nicht mehr um ein spontanes Freizeitvergnügen, sondern das Spiel nimmt dann plötzlich bedenkliche Funktionen an: das Verdrängen von Angst, Panik, Depression und anderen negativen Gefühlen.

Der kranke Spieler flüchtet vor der Realität in eine Traumwelt und sucht Erfolg, Anerkennung und Lebensglück in immer exzessiverem Spiel - vergeblich!

Um sich aus diesem Teufelskreis zu befreien, ist meist externe Hilfe notwendig.

Selbsttest

Sind Sie spielsuchtgefährdet?

Die folgenden Fragen sind Anhaltspunkte, damit Sie persönlich Ihren Umgang mit dem Glücksspiel besser einschätzen können. Eine ehrliche Beantwortung kann erste Hinweise auf ein problematisches Spielverhalten liefern.

Machen Sie den Selbsttest

Beantworten Sie die 13 nachstehenden Fragen mit „Ja" oder „Nein":

  1. Müssen Sie ständig ans Spielen denken?
  2. Können Sie sich nur schlecht auf andere Dinge als das Spielen konzentrieren?
  3. Vernachlässigen Sie Ihre Arbeit / Familie / Freunde / Hobbies, um mehr Zeit zum Spielen zu haben?
  4. Sind Sie schlecht gelaunt oder gereizt, wenn Sie nicht spielen können?
  5. Wollen Sie Verluste oder Misserfolge im Spiel so schnell wie möglich ausgleichen?
  6. Können Sie nach einem Gewinn nicht aufhören und wollen immer mehr?
  7. Verspielen Sie dauerhaft mehr Geld als geplant?
  8. Haben Sie schon einmal solange gespielt, bis Sie kein Geld mehr hatten?
  9. Haben Sie sich schon einmal Geld geliehen oder Kredite aufgenommen, um weiter wie gewohnt spielen zu können?
  10. Haben Sie schon einmal Geld entwendet, um spielen zu können?
  11. Verheimlichen Sie Freunden und Angehörigen, wie oft Sie spielen oder wie hoch Ihre Spielverluste sind?
  12. Haben Sie nach dem Spielen oft ein schlechtes Gewissen?
  13. Wollen Sie mit dem Spielen Ihre Stimmung positiv beeinflussen und Sorgen, Ärger und Frustration vergessen sowie Konflikte vermeiden?

Falls Sie bei ehrlicher Selbstbefragung bereits eine Frage mit "JA" beantwortet haben, ist es möglich, dass Ihr Spielverhalten problematisch ist. Wir empfehlen Ihnen dann in jedem Fall eine genauere Abklärung. Dazu können sie bestehende Hilfsangebote (Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen) ganz unverbindlich in Anspruch nehmen.

Hilfe finden

Rat und Hilfe finden Sie bei:

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Ostmerheimer Straße 220

51109 Köln

Telefon: 0800 1 372700 (anonym und kostenlos)

Montag - Donnerstag: 10:00 - 22:00 Uhr

Freitag - Sonntag: 10:00 - 18:00 Uhr

Webseite: www.bzga.de

 

Weitere Infos bieten folgende Webseiten:

> www.spielen-mit-verantwortung.de

> www.blaues-kreuz.org

> www.spielsucht.net

> www.gluecksspielsucht.de

> www.spielsucht-forum.de

> www.anonyme-spieler.org

Tipps

Nachfolgende 6 Verhaltensregeln für ein verantwortungsvolles Spielen:

Sie versprechen ein Spielen ohne Reue und sollten in jedem Fall beachtet werden:

  1. Nutzen Sie das Spiel nicht, um an Geld zu kommen.
  2. Setzen Sie sich vor dem Spiel ein Limit, wie viel Zeit und Geld Sie investieren wollen.
  3. Verwenden Sie nur Geld, das Ihnen selbst gehört und für keinen anderen Zweck bestimmt ist.
  4. Versuchen Sie nicht, Verluste durch höhere Einsätze auszugleichen.
  5. Spielen Sie nur, wenn Sie den Verlust der Einsätze verantworten können.
  6. Spielen Sie nicht unter Einfluss von Alkohol oder Medikamenten.

Bedenken Sie stets, dass Spielen keine persönlichen Probleme löst!

Jugendschutz 18+

Ein verantwortungsvoller Umgang mit Glücksspielen ist sehr wichtig. Ein bedeutender Aspekt hierbei ist der Jugendschutz.

Das Mindestalter für alle Glücksspiele und Wetten beträgt 18 Jahre.

Minderjährige dürfen nie an Glücksspielen teilnehmen, Rubbel-Lose kaufen oder Gewinne abholen! Auch dann nicht, wenn sie eine Kundenkarte oder eine Vollmacht der Eltern oder der Erziehungsberechtigten vorlegen.

Die Regelungen und Vereinbarungen zum Lotteriespiel in Deutschland sind insbesondere auch dem Jugendschutz verpflichtet.

Aus diesem Grund bestimmen Gesetze, dass das komplette Spielangebot der Lotteriegesellschaften (LOTTO, Eurojackpot, KENO, ODDSET, TOTO, GlücksSpirale, SOFORTLOTTERIE etc.) nicht von Minderjährigen gespielt werden darf.

Spielersperre

Der erste Glücksspieländerungsstaatsvertrag schreibt in §§ 8, 23 den Betrieb eines übergreifenden Sperrsystems als zentrale Maßnahme des Spielerschutzes und zur Bekämpfung der Glücksspielsucht vor. Die deutschen Lotteriegesellschaften beteiligen sich am bundesweiten Sperrsystem.

Das heißt: Spieler können sich zum einen auf eigenen Wunsch selbst sperren lassen (Selbstsperre). Zum anderen können Spieler von den Lotteriegesellschaften gesperrt werden (Fremdsperre). Und zwar aufgrund von:

  • der Wahrnehmung des Verkaufsstellenpersonals
  • Meldungen Dritter
  • sonstiger Anhaltspunkte, welche darauf hindeuten, dass sie spielsuchtgefährdet oder überschuldet sind, ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen oder Spieleinsätze riskieren, die in keinem Verhältnis zu ihrem Vermögen stehen.

Die Sperre beträgt mindestens ein Jahr.

Die Aufhebung der Sperre ist frühestens nach einem Jahr und nur auf schriftlichen Antrag des Spielers möglich.

Über diesen Antrag entscheidet der Glücksspielveranstalter, der die Sperre verfügt hat. Gesperrte Spieler dürfen weder an Glücksspielen im Internet teilnehmen noch an Sportwetten und Lotterien mit besonderem Gefährdungspotential.

Anträge und Informationen zur Selbstsperre und zur Fremdsperre erhalten Sie hier und in allen LOTTO-Annahmestellen.

PDF Download Antrag auf Selbstsperre (227 KB)

PDF Download Antrag auf Fremdsperre (230 KB)

Bei Fragen zur Spielersperre wenden Sie sich bitte an unseren Kundenservice.

München, 31.08.2016

Dein ODDSET Team