Bremen – Freiburg: Geht der Badener Europa-Traum weiter?

Bremen – Freiburg: Geht der Badener Europa-Traum weiter?

Nur zwei Zähler fehlen dem SC derzeit auf einen Europa-League-Rang. Mit einem Sieg in Bremen möchte sich Freiburg diesem weiter annähern. Werder könnte mit einem Dreier einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen

In der Hinrunde erreichte Bremen ein 1:1 beim SC Freiburg. Philipp Lienhart brachte das Heimteam nach einer Viertelstunde mit 1:0 in Führung. Zehn Minuten später besorgte Niclas Füllkrug vom Elfmeterpunkt den Ausgleich. Dabei blieb es.

Seit fünf Spielen haben die Badener nicht mehr gegen Werder gewonnen. Bremen gewann davon zwei Vergleiche, dazu kommen drei Unentschieden. Insgesamt spricht die Bilanz eindeutig für Grün-Weiß. Sie siegten in 24 Aufeinandertreffen, Freiburg nur in zehn. Neun Partien hatten keinen Sieger.

Bremen – Freiburg im TV oder Livestream

Zu sehen gibt es das Spiel live ab 15:30 Uhr bei Sky.

Wie kommt Werder aus der Zwangspause?

Am vergangenen Sonntag hätte der SVW eigentlich ein Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld gehabt. Doch weil in Ostwestfalen Schneechaos herrschte, fiel das Spiel aus. So hatten die Bremer nach dem DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Fürth anderthalb Wochen Zeit, sich zu regenerieren.

Nun geht es darum, mit einem Sieg einen wichtigen Schritt aus dem Abstiegskampf zu machen. Momentan hat man fünf Zähler auf den Relegationsrang. Mit einem Dreier würde man daraus womöglich ein Acht-Punkte-Polster machen, denn die Arminia auf Rang 16 gastiert bei Meister Bayern. Trainer Kohfeld weiß aber, dass es gegen den Sportclub und dessen Trainer Christian Streich nicht leicht wird:

„Wir wissen, dass das richtig schwer wird. Für mich ist Freiburg – mindestens seit Leverkusen der stärkste Gegner in der aktuellen Form. Und wir haben dazwischen noch in Gladbach gespielt. Die Arbeit in Freiburg hat seit langer Zeit großes Lob verdient, an dieser Stelle auch Glückwunsch dazu, dass Christian Streich erneut verlängert hat. Ganz, ganz hohe Anerkennung für den Weg, für die Art und Weise. Ich mag das unglaublich, wie sie sind und auch wie sie sich geben. Ich erkenne davon viel, wie wir auch sind – ohne sie dabei als Vorbild zu nehmen. Sie sind nett, sympathisch – und wenn das Spiel losgeht wahnsinnig ehrgeizig und extrem verbissen. Das nehme ich für uns auch in Anspruch.“

Freiburg will einen Sieg zur Verlängerung von Christian Streich

Seit neun Jahren ist Christian Streich Cheftrainer des Sportclubs. Schon lange ist er der dienstälteste Coach eines aktuellen Bundesligisten. Nun hat er seinen Vertrag erneut verlängert. Dazu soll es einen Dreier in Bremen geben. Der wäre auch im Hinblick auf Europa von Vorteil.

Denn momentan fehlen den Badenern zwei Zähler auf einen Europa-League-Rang, auf dem derzeit Borussia Dortmund rangiert. Und die Westfalen hat der SC am vergangenen Wochenende mit 2:1 geschlagen. Dadurch war das 0:3 in Wolfsburg schnell wieder vergessen. Nun geht es wieder in Norden. Dieses Mal will man aber etwas Zählbares mitnehmen. Ein Vorteil ist, dass der SC sich schon aller Abstiegssorgen entledigt hat. Das freut auch Streich:

„Wir sind auf einem super Weg und müssen uns anders als in anderen Jahren keine Sorgen machen. Es ist schön, dass wir so weit von hinten in der Tabelle entfernt sind. Wir haben gute Spieler und eine gute Atmosphäre in der Mannschaft. Das lässt hoffen auf eine gute Restsaison. Ich bin nicht pessimistisch. Aber ich bin nicht so gerne euphorisch, weil dann stinkt es mir noch viel mehr, wenn etwas nicht klappt. Wenn ich manchmal denke, jawohl jetzt gewinnen wir und wir verlieren, dann habe ich so eine Wut auf mich.“

Voraussichtliche Aufstellungen

Bremen

Pavlenka – Veljkovic, Toprak, Friedl – Gebre Selassie, Möhwald, Augstinsson – Eggestein – Schmid – Rashica – Sargent

Freiburg

Müller – Lienhart, Schlotterbeck, Gulde – Schmid, Santamaria, Höfler, Günter – Jeong, Grifo – Demirovic

Mein Tipp

Werder möchte mit einem Sieg so schnell wie möglich aus dem Abstiegskampf raus, der Sportclub träumt von Europa. Am Ende steht ein 2:2. Das hilft keinem so richtig weiter.
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