Besiegt der HSV Angstgegner Heidenheim?

Besiegt der HSV Angstgegner Heidenheim?

Fünfmal trafen die Hanseaten auf die Schwaben. Drei Duellen verloren sie. Nun wollen sie einen Sieg landen, um weiter im Aufstiegsrennen voll dabei zu sein. Doch auch die Heidenheimer könnten mit einem Sieg noch mal oben anklopfen.

In der Hinrunde war der HSV in Heidenheim durch Sonny Kittel und Toni Leistner sogar schon 2:0 in Führung gegangen. Doch Christian Kühlwetter schnürte noch vor der Halbzeit einen Doppelpack zum Ausgleich. Und in der 90. Minute schoss er die Schwaben zum Sieg.

Es war der dritte Dreier in Serie für den FCH gegen den HSV. Schon in der vergangenen Saison gewann man beide Partien. Das war ein entscheidender Grund, warum dem ehemaligen Bundesliga-Dino die Rückkehr ins Oberhaus erneut nicht gelang. Die Hamburger gewannen nur das erste der bisher fünf Aufeinandertreffen zwischen beiden Teams. Ansonsten gab es auch noch ein Remis. Und nun?

Hamburg – Heidenheim im TV oder Livestream

Zu sehen gibt es das Spiel live ab 13:00 Uhr bei Sky.

Der HSV will ersatzgeschwächt dranbleiben

Gegen den Angstgegner aus Heidenheim müssen die Hamburger auf fünf wichtige Spieler verzichten. Neben David Kinsombi, Rick van Drogelen und Hinspiel-Torschütze Toni Leistner müssen nun auch Torjäger Simon Terodde und Jeremy Dudziak passen. Terodde infizierte sich mit dem Corona-Virus, Dudziak verletzte sich im Training an der Schulter.

Trotzdem möchte der HSV seine Negativ-Serie gegen Heidenheim überwinden und seinen zweiten Tabellenplatz zumindest verteidigen. Immerhin geht man nach dem 2:0 bei Aufstiegskonkurrent VfL Bochum mit breiter Brust ins Duell mit den Schwaben. Coach Daniel Thioune ärgert sich zwar über die vielen Ausfälle, freut sich aber über die Rückkehr von Kapitän Tim Leibold nach abgesessener Rot-Sperre:

„Jeder Trainer in der 2. Liga wünscht sich so einen Spieler. Er ist ein absoluter Führungsspieler. Mit ihm erhöht sich unsere Ballqualität, das hätte uns in Bochum auch gutgetan. Die Verantwortung verteilen wir nach den Verletzungen etwas breiter und auf verschiedene Schultern. Idealerweise lassen wir sie nicht ins Spiel kommen. Wir begegnen ihnen mit viel Respekt – aber natürlich dem Wunsch, dass die Punkte in Hamburg bleiben.“

Heidenheim möchte letzte Chance nutzen

In der vergangenen Saison schafften es die Schwaben auf Platz drei der Tabelle. In der Relegation musste man sich jedoch Werder Bremen beugen. In der laufenden Saison könnte man nur mit einem Dreier über den HSV weiter vom erstmaligen Aufstieg träumen.

Derzeit hat man jedoch sieben Zähler Rückstand auf den zweitplatzierten HSV und Fürth auf Rang drei. Mit einem Sieg käme man den Hamburgern auf vier Punkte nahe. Und dass das Kleeblatt das Derby gegen Nürnberg gewinnt, ist auch noch nicht ausgemacht. Die Formkurve des Teams zeigte jedenfalls zuletzt klar nach oben. Gegen Aue (2:0), Osnabrück (2:1), Düsseldorf (3:2) und Würzburg (2:1) gab es allesamt Siege, in Paderborn holte man ein 2:2. Nun soll es so gegen den HSV weitergehen. Trainer Frank Schmidt ist positiv gestimmt:

„Wir fahren selbstbewusst und entschlossen nach Hamburg. Wir wissen, dass der HSV in punkto Klasse und individuelle Qualität hervorragend besetzt ist und brauchen einen guten Tag. Wir wissen, dass es schwer wird, geben aber nicht klein bei. Man muss für solche Spiele groß denken, um das zu erreichen, was möglich ist. Sie sind sehr offensivstark und haben die meisten Tore in der Liga geschossen. Das müssen wir verteidigen. Sie verteidigen oft hoch mit Angriffspressing und Forechecking, auch manchmal Mann gegen Mann. Wenn man diese Situationen richtig lösen kann, gibt es Raum für uns.“

Voraussichtliche Aufstellungen

Hamburg

Ulreich – Gyamerah, Ambrosius, Heyer – Vagnoman, Onana, Hunt, Leibold – Jatta, Witzheimer, Kittel

Heidenheim

Müller – Busch, Mainka, Hüsing, Theuerkauf – Sessa, Schöppner – Mohr, Thomalla – Kleindienst, Kühlwetter

Mein Tipp

Der HSV möchte endlich mal wieder gegen den Angstgegner gewinnen, Heidenheim in den Aufstiegskampf eingreifen. Letztlich endet die Partie aber 2:2. Das hilft keinem so richtig weiter.
2. Bundesliga

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