Abfahrt: Wer rast zum Olympia-Gold?

Abfahrt: Wer rast zum Olympia-Gold?

Verschoben auf Donnerstag, 15.2., 3:00 Uhr: Der Schweizer Beat Feuz und der Norweger Aksel Lund Svindal sind die schnellsten Männer des Winters. Aber auch der deutsche Streif-Sieger Thomas Dreßen hat Chancen auf olympisches Abfahrts-Metall. Wer rast zum Olympia-Gold auf der Piste in Jeongseon?

Spätestens seit Thomas Dreßen vor drei Wochen die Streif gewonnen hat, sind die alpinen Abfahrer auch in unserem Lande wieder hoch interessant. Na klar waren sie das bei den meisten Sportinteressierten auch schon vorher. Aber zugegeben, wenn ein Deutscher das  berühmteste Skirennen der Welt gewinnt, dann ist das etwas ganz besonderes. Umso mehr schauen wir nun nach Pyeongchang. Und hoffen, dass Dreßen bei der Olympische Abfahrt erneut eine ganz schnelle Linie findet.

Abfahrt – die Favoriten

Schaut man sich die Ergebnisse dieses Winters an, so ergeben sich ganz klar zwei Favoriten auf den Sieg in der Abfahrt. Der Schweizer Beat Feuz und der Norweger Aksel Lund Svindal. Die beiden führen auch die Weltcup-Wertung der Downhiller an:

1) Beat Feuz/SUI, 542 Punkte
2) Aksel Lund Svindal/NOR, 502
3) Dominik Paris/ITA, 334
4) Thomas Dreßen/GER, 301
5) Kjetil Jansrud/NOR, 264

6) Vincent Kriechmayr/AUT, 255 Punkte
7) Matthias Mayer/AUT, 248
8) Hannes Reichelt/AUT, 228
9) Peter Fill/ITA, 191
10) Adrien Theaux/FRA, 178

Die Olympische Piste

Die Piste in Korea ist nicht sehr steil und wenig eisig. Los gehts in 1195 Meter Höhe, dann gilt es für die Athleten etwa 650 Meter Höhenunterschied zu überwinden – auf zumeist griffigem Schnee mit weiten Sprüngen. 2050 Meter ist der olympische Kurs in Jeongseon lang. Dafür brauchten die schnellsten Piloten in den ersten beiden Trainingsläufen etwa 80 Sekunden. Zum Vergleich: In Kitzbühel wurde auf 1665 Meter Höhe gestartet, nach 3312 Metern und einem Höhenunterschied von 860 Metern rasten die Athleten durchs Ziel. Der Schnellste Thomas Dreßen schaffte es in 1:56 Minuten, also etwa 40 Sekunden später als in Pyeongchang.

Warum Jansrud die Abfahrt gewinnt

Vor zwei Jahren testeten die Skifahrer die Olympische Piste bei einem Weltcup-Rennen. Als Schnellster damals im Ziel: Kjetil Jansrud. Der Norweger gewann mit 20 Hunderstelsekunden Vorspung auf Dominik Paris/ITA und 40 Hunderstelsekunden Vorsprung auf Steven Nyman/USA. Und auch im Training vor dem Rennen war der Norweger vor zwei Jahren der Schnellste. 

Jetzt gab es vor der Olympischen Abfahrt bereits drei Trainingsläufe. Dreimal dürft ihr raten, wer jedes Mal im Training der Zweitschnellste war. Richtig, Kjetil Jansrud war jedes Mal die Nummer zwei. Einmal hinter Osborne-Paradis, einmal hinter Innerhofer und beim letzten Training hinter Kriechmayr. Außerdem ist der Norweger heiß aufs Olympische Abfahrts-Gold. Denn Bronze hat er sich bereits 2014 in Sotschi geholt. Und Gold gab es für ihn in Russland im Super G. Jetzt würde zu gerne in der Abfahrt nachlegen. Die Quote für Jansrud beträgt übrigens 4,00. Allerdings hat der Thomas Dreßen die Kombinationsabfahrt gewonnen. Die war zwar wegen starker Winde verkürzt worden. Allerdings hat der Oberbayer damit bewiesen, dass er im Kampf um die Medaillen durchaus ein Wörtchen mitreden kann.

Riesenslalom der Damen

Wer auf einen deutschen Olympiasieg tippen will, der kann selbstverständlich in der Abfahrt der Herren auf Thomas Dreßen setzen. Die Quote ist mit 12 sehr interessant. Sicherer ist wohl eine Stunde früher der Riesenslalom der Damen. Da haben die deutschen Olympioniken ein ganz heißes Eisen im Feuer. Viktoria Rebensburg ist die Topfavoritin für den obersten Platz auf dem Stockerl. Für den Sieg der bayrischen Skifahrerin beim Riesenslalom am Montagmorgen gibt es die Quote 2,75.

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