Süper Lig: Viel Oranje, der Eidgenosse und die Eisernen

Süper Lig: Viel Oranje, der Eidgenosse und die Eisernen

Die Süper Lig hat sich nach ersten beiden Spieltagen in die Länderspielpause verabschiedet. Zeit, ein erstes Zwischenfazit zu ziehen. Wer hat bisher überzeugt, wer muss nach aufholen? Und wer sind die größten Überraschungen?

Die Durchstarter

Basaksehir FK. Nein, überraschend ist das nicht, dass der Istanbuler Vorort-Klub bisher als einer von zwei Erstligisten volle Punktzahl erreicht hat. Die Truppe von Trainer Abdullah Avci hat schon in der vergangenen Saison gezeigt, welch Potenzial in der Mannschaft steckt. Dass man jetzt zum Auftakt mit Fenerbahce und Bursaspor gleich zwei Brocken zugelost bekam, tangierte Basaksehir nicht. Gegen Fener gab es ein verdientes 1:0, in Bursa ein sehr überzeugendes 2:0. Die Quali für die Europa League war kein Zufall – mit etwas Glück könnte in dieser Saison sogar etwas mehr möglich sein.

Die Überraschung

Kardemir Karabükspor. Dass Ex-Juventus-Star Igor Tudor als Trainer in den Norden der Türkei geht, war im Sommer schon überraschend genug. Dass der Kroate aus dem Aufsteiger ein kleines Atletico Madrid kreiert, auch. Beim 0:1 zum Auftakt bei Galatasaray war Karabük 90 Minuten die bessere Mannschaft und scheiterte nur am Unvermögen vor dem Tor. Erst in der Nachspielzeit traf Eren Derdiyok zum 1:0-Sieg. Gegen Caykur Rizespor legte die Mannschaft aber dann erneut los wie die Feuerwehr und siegte hochverdient mit 3:0. Angetrieben von Ex-Bundesliga-Profi Ceyhun Gülselam und Stürmer Michael Yatabare, der von Trabzonspor kam, könnte Karabük, die auch die „Eisernen“ genannt werden, noch viel für Furore sorgen.

Der Überflieger

Eren Derdiyok. „Derdiyok“ heißt übersetzt „Keine Sorgen“. Eren Derdiyok macht seinem Namen alle Ehre. Zwei Spiele, zwei Tore für den Neuzugang von Galatasaray, der die erhoffte Verstärkung im zuletzt etwas verwaisten Gala-Sturm ist. Der ehemalige Bundesliga-Profi war im Visier mehrerer Klubs, er entschied sich für seine Jugendliebe und fühlt sich sichtlich wohl. Besonders auffällig ist sein blindes Verständnis mit Gala-Superstar Wesley Sneijder. Dieser hat in Akisar übrigens zehn Mal aufs Tor geschossen. Persönlicher Rekord.

Die Enttäuschung

Fenerbahce. Eine Woche vor Saisonstart gab es bei Fenerbahce den großen Knall: Trainer Vitor Pereira musste gehen. Dieser Vorgang wurde schon zum Ende der vergangenen Spielzeit erwartet, doch der Klub-Vorstand wollte die hohe Abfindung von vier Millionen Euro offenbar nicht bezahlen. Doch nach dem Aus in der Champions-League-Quali gegen den AS Monaco gab es nun kein Halten. Der neue Mann an der Seitenlinie ist Dick Advocaat, ehemals auch in der Bundesliga bei Borussia Mönchengladbach unterwegs. Der Trainer-Oldie freut sich auf Stars wie Robin van Persie – und mit Jeremain Lens ist gleich ein weiterer hinzugekommen. Aber: Fener ist nicht in Form – gewann erstmals in der Vereinsgeschichte keines der ersten beiden Ligaspiele. Aber Advocaat will im Vergleich zu Pereira offensiv spielen – da darf man auf viele, viel Tore in den Fener-Spieler hoffen.

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