Österreich ist kein Sparringspartner!

Österreich ist kein Sparringspartner!

Die Österreicher starten am Mittwochabend in ihre Testspieltage. Zuerst empfangen sie WM-Gastgeber Russland, am Samstag gehts gegen Weltmeister Deutschland. Eine Woche später ist mit Brasilien ein weiterer Favorit fällig.

Für die Weltmeisterschaft konnte man sich nicht qualifizieren. Dafür testest Österreich nun die Teilnehmer. Zuerst empfängt man den WM-Gastgeber Russland zu einem Freundschaftskick im Tivoli Stadion in Innsbruck. Und weil man auf einem Bein schlecht steht, gehts am Samstag zum nächsten Test nach Klagenfurt. Dort fordern die Alpenkicker um 18 Uhr Weltmeister Deutschland heraus. Damit bieten sie gleichzeitig Manuel Neuer die letzte Chance aufs WM-Ticket. Weil die Österreicher aber enormen Heißhunger auf guten Fußball haben, testen sie weiter. Eine Woche später wird die Form des nächsten Favoriten überprüft. In Wien gehts am 10. Juni um 16 Uhr gegen den fünffachen Weltmeister Brasilien.

Österreich ist heiß auf die Tests

Einer, der schon in den Startlöchern scharrt und auf die Spiele brennt ist Marko Arnautovic. Der 29-Jährige hat in dieser Saison für seinen englischen Premier-League-Klub West Ham United in 31 Spielen elf Tore erzielt. Jetzt will er auch gegen die WM-Teilnehmer einnetzen. „Natürlich warten auf uns drei schwierige Aufgaben, aber wir wollen in keinem Fall ein Sparringspartner sein“, sagt der ehemalige Bremer. „Unser Ziel ist es auch in diesen Spielen erfolgreich zu sein. Dafür werden wir alles geben“, erklärt Arnautovic weiter, „es wird extrem schwer, aber wir sind bereit für diese Herausforderungen. Danach wissen wir, wo wir stehen. Und woran wir noch arbeiten müssen.“

Alte Bekannte an der Außenlinie

Österreichs Teamchef Franco Foda hat ein klares Ziel: „Wir wollen uns unabhängig vom Ergebnis weiterentwickeln, vor allem was die spielerische Komponente und die taktische Ausrichtung betrifft. Es ist mir wichtig, wie wir auftreten, wie wir unseren Plan durchziehen.“ Mit seinem Gegenüber Stanislav Tschertschessow hatte er als Trainer bisher keine Berührungspunkte. Jedoch als Spieler in der Bundesliga. In der Saison 93/94 spielte Foda in der Defensive bei Bayer Leverkusen, Tschertschessow hütete das Tor von Dynamo Dresden. Beide Duelle endeten übrigens 1:1. Was erwartet Foda von den Russen? „Sie spielen sehr aggressiv und zügig nach vorne. Für ihr ein gutes Pressing und Gegenpressing müssen wir Lösungen finden“, erklärt Foda.

Statistik

Österreich, letzte 5 Spiele

Russland, letzte 5 Spiele

Letzte Duelle

Erst dreimal sind sich die beiden Nationen auf dem Fußballplatz begegnet. Dabei haben die österreichischen Torhüter bisher eine blütenweiße Weste gegen die russischen Angreifer behalten. Zwei 1:0-Siege und ein 0:0-Unentschieden stehen auf der Habenseite der Alpenkicker. Übrigens sind die beiden österreichischen Torschützen Rubin Okotie und Marc Janko dieses Mal nicht dabei.

Voraussichtliche Aufstellungen

Österreich: Lindner – Ilsanker, Prödl, Hinteregger – Lainer, Baumgartlinger, Grillitsch, Alaba – Schaub, Burgstaller, Arnautovic.

Russland: Akinfejev – Granat, Neustädter, Kudryashov – Samedov, Erokhin, Dzagoev, Golovin, Zhirkov – Smolov, Miranchuk.

Meine Prognose

Die Russen haben nur 2 ihrer letzten 10 Spiele gewonnen. Damit haben sie sich nicht gerade zum Turnierfavoriten entwickelt. Ich erwarte, dass sich das auch in Österreich nicht ändert. Deswegen gewinnen unsere Nachbarn mit 3:1Quote 20. Dementsprechend tippe ich beim HC 0:1 auf die GastgeberQuote 4,25. Für meinen Tipp 4 Tore oder mehr gibt es die Quote 3,75.

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