Mainz-Qäbälä: Mainzer Abschied aus Europa

Mainz-Qäbälä: Mainzer Abschied aus Europa

Mainz tritt am Donnerstagabend zum letzten Europapokalspiel in dieser Saison gegen Qäbälä an. Der Abschied von der internationalen Fußballbühne ist nicht mehr abzuwenden. Dann aber doch wenigstens mit einem Sieg.

Anstoß: Do., 8. Dez. 2016 | 19.00 Uhr

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Mainz hat sich in der Europa League ordentlich verkauft. Am Ende hat es trotzdem nicht zum Einzug in die Zwischenrunde gereicht. Ausschlaggebend war das 0:0 am vergangenen Spieltag in St. Etienne. Damit wurde der direkte Vergleich gegen die Franzosen verloren. Nach Punkten kann man am Klub aus der Ligue 1 nicht mehr vorbeiziehen. Eigentlich geht es am Donnerstag gegen Qäbälä um nichts mehr. Eigentlich, denn Trainer Martin Schmidt und seine Mannschaft wollen sich am Donnerstag das nötige Selbstvertrauen für die Liga zurückholen und nebenbei noch 360.000 Euro Erfolgsprämie der UEFA einstreichen.

Mainz will ehrenvollen Abschied

„Es soll bei der einen Niederlage bleiben“, sagte der Schweizer und fügte an: „Wir wollen gegen Qäbälä Tore schießen und gewinnen, um dann mit einem guten Gefühl nach Gladbach zu fahren.“

Mainz hat zuletzt gegen die Hertha (1:2) und die Bayern (1:3) in der Liga verloren. Aus den letzten sechs Pflichtspielen holten sie nur einen Sieg. Da kommt der Underdog aus Aserbaidschan genau zur richtigen Zeit. Sollte es mit einem Sieg klappen, kann man sich erhobenen Hauptes von Europa verabschieden. Nur das 1:6-Debakel in Anderlecht kann man den Mainzern in dieser Saison wirklich ankreiden. Dass man gegen St. Etienne nur wegen des Torverhältnisses den Kürzeren zog, passiert. Qäbälä soll aber nicht zum nächsten Stolperstein werden.

Lehren mitnehmen

Trotz des Ausscheidens hat die Europa League der Mannschaft enorm weitergeholfen. „Wir haben dazugelernt. Davon werden wir zu einhundert Prozent in der Liga zehren“, erklärte Schmidt weiter. Dort belegen die Rheinhessen derzeit den zehnten Tabellenplatz. Der Rückstand auf die internationalen Startplätze beträgt sieben Zähler. Ganz aussichtslos ist die erneute Qualifikation demnach nicht.

Jetzt heißt es, gegen Qäbälä noch einmal voll angreifen und sich dann voll und ganz auf die Liga konzentrieren. „Wir wollen uns gut aus der Europa League verabschieden“, sagte Spielmacher Yunus Malli. Zumindest vorerst. Mainz hat Gefallen am internationalen Wettbewerb gefunden. Es wäre „ein Traum von uns allen“, noch einmal in diesem Wettbewerb dabei zu sein, wie Schmidt betonte.

Qäbälä kein Gigant in Europa

Kommen wir mal zum Gegner. Qäbälä hat die Konkurrenz in diesem Jahr nicht in Angst und Schrecken versetzt. Die Gäste aus Aserbaidschan konnten im laufenden Wettbewerb noch nicht einen Punkt holen. Selbst die Generalprobe gegen Qarabag Agdam ging mit 1:2 verloren. Natürlich will sich Qäbälä nicht ohne Punktgewinn aus Europa verabschieden, dafür müssen sie in Mainz aber fast schon über sich hinauswachsen. Nach fünf Spielen haben sie ein Torverhältnis von 5:12. Immerhin erzielten sie zwei Treffer davon gegen die Mainzer.

Statistiken:

Die letzten 5 Spiele:

Mainz:

N 1:3 FC Bayern (Liga)

N 1:2 Hertha BSC (Liga)

U 0:0 St. Etienne (EL)

S 4:2 Freiburg (Liga)

N 1:3 Leipzig (Liga)

Qäbälä:

N 1:2 Agdam (Liga)

N 1:3 Anderlecht (EL)

S 1:0 FK Zira (Liga)

U 0:0 AZAL Baku (Liga)

N 1:2 St. Etienne (EL)

Die Head-to-Head-Statistik:

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Mainz: Lössl - Brosinski, Bell, Bungert, Bussmann - Latza, Gbamin - Öztunali, Malli, de Blasis - Cordoba

Qäbälä: Besotosni - Mirsabekow, Stankovic, Rafael, Ricardinho - Wernidub - Gurbanow, Sadiqow, Ozobic, Zenjov – Dabo

Mein Tipp:

Die Mainzer werden sich mit einem Sieg aus Europa verabschieden. Qäbälä ist für den Bundesligisten kein Gegner auf Augenhöhe. Entsprechend deutlich wird das Ergebnis ausfallen. Mainz gewinnt mit 3:0 und kann sein Torverhältnis zumindest noch ein bisschen aufbessern. Vielleicht auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr 05er.

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