Champions League: Real schafft den Hattrick!

Champions League: Real schafft den Hattrick!

Noch acht Klubs haben Chancen auf die Krone des europäischen Vereinsfußballs. Doch wer ist der größte Favorit in der Champions League? Für mich ist es Titelverteidiger Real Madrid.

Wer gewinnt die Champions League? |
Sa. 26. Mai 2018 um 20:45 Uhr

Die Jungs oben auf dem Foto feiern 2017 ihren Triumph in der Champions League. Ob die Real-Spieler am Samstag, 26. Mai im NSK Olimpiyskyi in Kiew erneut Grund zum Jubeln haben? Fünf Spiele müssten sie erfolgreich gestalten, um sich wieder Europas Fußball-Krone im Vereinsfußball zu holen. Allerdings wollen Juventus Turin, FC Sevilla, Bayern München, FC Liverpool, Manchester City, FC Barcelona oder AS Rom den Königlichen einen Strich durch die Rechnung machen.

Titel in der Champions League verteidigt

Drei Spanier, zwei Italiener, zwei Engländer und ein Deutscher – am Ende macht‘s wieder Titelverteidiger Real. Nachdem es den Königlichen beim letzten Erfolg als erstem Klub gelang, den Champions-League-Sieg aus dem Vorjahr zu wiederholen, setzen sie dieses Jahr noch einen drauf: Real schafft den Titelhattrick. Warum? Weil sie in diesem Wettbewerb die meiste Erfahrung haben. Seit sieben Spielzeiten ist Real immer im Halbfinale dabei. Und dreimal schafften sie es dann auch ins Endspiel – das sie dann auch stets gewannen. Zweimal bezwangen sie dort ihren Stadtrivalen Atletico, im letzten Jahr musste Juventus Turin dran glauben.

Reals aktuelle Champions-League-Statistik

JahrFinalrundeERG und Gegner
2017:Finalsieg4:1 gegen Juventus Turin
2016:Finalsieg6:4 n.E. gegen Atletico Madrid
2015:Halbfinal-Aus1:1 u. 1:2 gegen Juventus Turin
2014:Finalsieg4:1 n.V. gegen Atletico Madrid
2013:Halbfinal-Aus1:4 und 2:0 gegen Borussia Dortmund
2012:Halbfinal-Aus1:2 und 2:2 gegen Bayern München
2011:Halbfinal-Aus1:1 und 0:2 gegen FC Barcelona
2010:Achtelfinal-Aus0:1 und 1:1 gegen Olympique Lyon

Konzentration auf die Champions League

Jetzt kann sich die Truppe von Zinedine Zidane voll auf die Champions League konzentrieren. Denn in der spanischen Meisterschaft laufen sie dem FC Barcelona nur noch hinterher. Der Meisterzug ist abgefahren: 15 Punkte Vorsprung haben die Katalanen am 29. Spieltag.

Für Real bleibt maximal der zweite Platz übrig. Aber das wird gar nicht so einfach, denn dazu müssten sie vier Punkte auf Atletico wettmachen. Angst, dass sie nächste Saison nicht in der Königsklasse auflaufen dürfen, müssen die Madrilenen jedoch nicht haben. Die ersten vier in La Liga qualifizieren sich für die Champions League. Und Real hat als Dritter 13 Punkte Vorsprung auf den Fünften Villareal. Da dürfte eigentlich nichts mehr schiefgehen.

Auch im spanischen Pokal kann nichts mehr schiefgehen. Denn aus dem hat sich Real schon im Januar gegen Außenseiter Leganes verabschiedet. Also fällt auch der Gewinn der Copa del Rey aus. Bleibt den Königlichen nur der internationale Wettbewerb.

Paris rausgeworfen

Eigentlich hat man ja in dieser Saison erwartet, dass Paris in der Champions League die große Nummer wird. Nachdem die Franzosen in der Vorrunde den FC Bayern mit 3:0 aus dem Stadion schossen, hoben sie sich selbst aufs Favoritenschild. Allerdings gab‘s schon beim Rückspiel den ersten Dämpfer für PSG: 3:1 siegten die Bayern. Und relativierten damit die Pleite aus dem Hinspiel.

Dann folgte der große Showdown mit Real Madrid in der ersten K.-o.-Runde. Souverän zeigte Titelverteidiger Real dem Konkurrenten aus Frankreich, wer die Nummer eins in Europa ist. 3:1 in Madrid, im Rückspiel 2:1 in Paris – Real ließ dem PSG keine Chance. Mit zwei Siegen tanzte das Weiße Ballett in die nächste Runde. Bestens eingespielt und alle Leistungsträger in Topform – das ist das Erfolgsrezept von Real. Allen voran Christiano Ronaldo, der zurzeit trifft wie er will.

 

Ballerman Ronaldo

In den letzten acht Spielen hat er für Real immer mindestens einmal getroffen, zuletzt gegen Girona sogar viermal!  16 Tore in acht Partien – im Schnitt also zwei pro Spiel. Verdammt schwere Aufgabe für die Abwehrreihe von Viertelfinalgegner Juventus Turin. Zumal die im letzten Finale gegen Real bewiesen haben, dass sie den Portugiesen nur schwer oder gar nicht stoppen kann. Bei Reals 4:1-Erfolg netzte Ronaldo doppelt – neben Casemiro und Asensio.

Eingespielt und top besetzt

Es wäre aber allen anderen Königlichen gegenüber unfair, Reals Stärke nur an Ronaldo fest zu machen. Spätestens die Spiele gegen PSG haben nämlich gezeigt, dass Real auf allen Positionen bockstark ist. Die Abwehrreihe vor Costa Ricas Nationalkeeper Navas ist bestens eingespielt: rechts Carvajal, in der Mitte Ramos und Varane, links Marcelo. Besonders Kapitän Ramos ist der Anker in der Defensive. Und zusätzlich beinahe bei jedem Eckball findet man Reals Innenverteidiger im gegnerischen Strafraum.

Davor auf der Doppel-Sechs organisieren Weltmeister Kroos und Kroatiens Modric den Spielaufbau. Oder der Brasilianer Casemiro. Und über die Außen kommen die spanischen Nationalspieler Isco, Asensio oder Lucas – bei sowohl Klasse bleibt für den Waliser Bale nur die Rolle als Edeljoker.

Vorne wirbeln Ronaldo und der Franzose Benzema. Der französische Angreifer ist zwar nicht der große Knipser, aber dafür der perfekte Wandspieler. Er kann den Ball behaupten wie kaum ein anderer, ist immer anspielbereit. Davon profitiert nicht nur Ronaldo, sondern auch das torgefährliche Mittelfeld. Dass er auch Tore schießen kann stellte Isco zum Beispiel gerade bei Spaniens Länderspiel gegen Argentinien unter Beweis: Reals Supertechniker schenkte den Gauchos drei Stück ein!

Soviel Klasse auf allen Positionen – deswegen ist Real mein Topfavorit dieses Wettbewerbs.

Meine Prognose

Mein Tipp für die Champions League: Real Madrid verteidigt seinen Titel, bei ODDSET gibt es dafür die Quote 4,75.

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