Werder zu Gast in München

Werder zu Gast in München

Der SV Werder muss zum Bundesliga-Start in die Allianz Arena. Bleiben die Bremer Kanonenfutter, oder leisten sie diesmal erbitterte Gegenwehr? 26 Gegentore in fünf Gastspielen sind mehr als deutlich.

Der SV Werder eröffnet am Freitagabend beim FC Bayern München die 54. Spielzeit der Bundesliga. In den letzten Jahren wurden die Bremer regelrecht verprügelt. Gibt es auch diesmal wieder auf die Mütze? Das Pokal-Aus gegen Lotte sollten die Gäste schnellstens vergessen.

Endlich wieder Bundesliga: Am Freitagabend steigt in der Allianz Arena der Auftakt zwischen dem FC Bayern und dem SV Werder. Einseitiger hätten die Duelle zwischen dem Rekordmeister und den Norddeutschen in den vergangenen Spielzeiten nicht sein können. Kaum eine andere Mannschaft bekam es in München derart eingeschenkt wie das Skripnik-Team. 5:0, 6:0, 5:2, 6:1, 4:1, so die Ergebnisse seit der Saison 2011/12. Für die Bayern-Fans waren die Gastspiele der Bremer stets ein Fußballfest. Die Werder-Anhänger konnten einem nur leidtun.

Verletzungspech für Werder

Wer nimmt schon gerne eine Anreise von über 700 Kilometern in Kauf, wenn seine Mannschaft derart vermöbelt wird? Dass die Bayern auch am Freitag einen Sieg fest eingeplant haben, ist selbstverständlich. Bremen muss ja unter anderem auch noch auf den verletzten Neuzugang Max Kruse und Torjäger Claudio Pizarro verzichten. Anthony Ujah hat sich in Richtung China verabschiedet. Wer also soll die Tore machen?

Vielleicht sollte sich Werder den Trip in die Allianz Arena sparen. Es sei denn, sie treten ähnlich engagiert auf, wie zuletzt im Pokal. Vergangene Saison im Halbfinale schied man „nur“ mit 0:2 aus.

Ordentlich verkaufen

Ob die Bremer damit zum Auftakt zufrieden wären? Nach der peinlichen Pleite gegen Lotte im Pokal kann die Antwort eigentlich nur „Ja“ heißen. Was hat man in München bis auf die Ehre schon zu verlieren? Schon ganz andere Mannschaften haben bei den Bayern Punkte gelassen. Sich ordentlich zu verabschieden, sollte oberste Priorität haben. Insgeheim rechnet man sich an der Weser aber vielleicht doch etwas aus.

„Das Pokal-Halbfinale der vergangenen Saison soll uns Mut machen. Da hatten wir teilweise sehr gute Phasen, in diese Richtung wollen wir wieder gehen“, sagte Trainer Viktor Skripnik. Bremen wäre auch gut beraten, sich nicht nur auf die Defensive zu konzentrieren. Die Bayern kommen immer zu Chancen. Und wenn man selbst kein Tor macht, braucht man erst gar nicht an eine Überraschung zu denken.

Der unbesiegbare Meister

Eine weitere Klatsche gilt es unbedingt zu vermeiden. Das würde die Stimmung in Bremen noch weiter in den Keller treiben. Verletzungsprobleme, Pokal-Aus und ein Trainer, der im Umfeld immer wieder in Frage gestellt wird, sind schon vor dem Start die Probleme beim SV Werder. Ein Sieg würde sämtliche Sorgen auf einen Schlag vertreiben, doch der amtierende Deutsche Meister ist zum Saisonauftakt eigentlich unschlagbar. Seit 2002 darf der Titelverteidiger die Liga mit einem Heimspiel eröffnen. Eine Gastmannschaft konnte noch nie gewinnen. Dabei spielte es keine Rolle, ob der Meister Bayern, Dortmund oder Wolfsburg hieß.

Die letzten 5 Spiele:

FC Bayern: Carl Zeiss Jena 5:0 (Pokal), Borussia Dortmund 2:0 (DFL Supercup), Real Madrid 0:1 (ICC), Inter 4:1 (ICC), AC Mailand 6:8 n.E. (ICC)

SV Werder: Sportfreunde Lotte 1:2 (Pokal), FC Ingolstadt 1:0 (Freundschaftsspiel), SV Meppen 2:0 (Freundschaftsspiel), FC Chelsea 2:4 (Freundschaftsspiel), Dynamo Dresden 5:4 n.E. (Freundschaftsspiel)

Der direkte Bundesliga-Vergleich:

49 Siege FC Bayern, 25 Unentschieden, 26 Siege SV Werder

ODDSET Tipp:

Auch wenn die Bayern unter dem neuen Trainer Carlo Ancelotti noch nicht bei 100 Prozent sein werden, gegen Bremen reicht es wieder zu einem ungefährdeten Sieg. Werder kann die verletzungsbedingten Ausfälle mehrerer Leistungsträger nicht kompensieren. Auch das Aus im Pokal schwirrt noch in den Köpfen herum. Spätestens nach dem ersten Gegentor werden die Bremer verunsichert. Bayern geht mit einem 4:0 als Sieger vom Platz.

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