Kiel in Nürnberg zum Punkten verdammt

Kiel in Nürnberg zum Punkten verdammt

Wegen zweier Corona-Quarantänen haben die Störche drei Spiele weniger auf dem Konto als die Konkurrenz im Aufstiegskampf. Mit einem Sieg im Nachholspiel in Nürnberg könnte Kiel schon mal den HSV vom Relegationsplatz verdrängen. Mit einem Remis würde der Club den Klassenerhalt auch rechnerisch klarmachen

In der Hinrunde triumphierte Kiel zuhause mit 1:0 gegen Nürnberg. Fin Bartels gelang zehn Minuten vor Schluss der Siegtreffer. Es war der bisher einzige Sieg der Norddeutschen im achten Vergleich zwischen beiden Teams.

Denn ansonsten gab es vier Niederlagen und drei Remis. Diese drei Unentschieden wiederum trugen sich in den letzten fünf Aufeinandertreffen zwischen beiden Teams zu. In Nürnberg siegte der Club insgesamt einmal und verlor noch kein Spiel gegen Kiel. Zwei Partien hatten dort nämlich keinen Sieger. Ist dies auch am Dienstag wieder der Fall?

Nürnberg – Kiel im TV oder Livestream

Zu sehen gibt es das Spiel live ab 18:30 Uhr bei Sky.

Nürnberg will den Schwung mitnehmen

Bei vier noch ausstehenden Partien hat Nürnberg zwölf Zähler Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz. Neun Zähler mehr sind es als Braunschweig, das auf dem Relegationsplatz rangiert. Zudem hat der Club das um 21 Treffer bessere Torverhältnis. Es müsste also schon mit dem Teufel zugehen, sollte Nürnberg doch noch mal in Abstiegsnot geraten.

Dieser könnte man sich schon mit einem Punkt im Heimspiel gegen Kiel endgültig entledigen. Denn dann wäre man von Braunschweig nicht mehr einzuholen. Am liebsten wäre dem Club aber ein Sieg gegen die Störche. Es wäre der der dritte Dreier am Stück nach den Erfolgen in Aue (1:0) und gegen Heidenheim (3:1). Insgesamt ist der Club sogar schon seit sechs Spielen ungeschlagen (drei Siege, drei Remis). Entsprechend entspannt kann man ins Duell mit Kiel gehen. Das freut Kapitän Enrico Valentini, zumal die kommenden Gegner Druck im Aufstiegsrennen haben:

„Die Spiele, die jetzt kommen, werden etwas Besonderes. Ab jetzt macht’s Spaß. Für die Gegner geht’s noch um viel und sie haben Druck. Wir haben heute gezeigt, dass wir mit den Mannschaften von oben mithalten können.“

Kiel startet gut nach der zweiten Quarantäne

Die Störche sind derzeit das leidgeprüfteste Team im deutschen Profifußball, was die Corona-Pandemie angeht. Schon zweimal musste das Team in eine Quarantäne gehen. Die erste bekam den Norddeutschen überhaupt nicht. Das Team unterlag danach Anfang April in Bochum (1:2) und Heidenheim (0:1).

Dagegen gelang nun der Restart nach der zweiten Quarantäne. In Osnabrück gewann man mit 3:1. Gleichzeitig ließ die Konkurrenz im Aufstiegskampf Federn. Der HSV spielte nur unentschieden, Fürth verlor sogar auf St. Pauli. Dadurch haben die Störche zwei Zähler Rückstand auf die Hamburger und fünf auf die Franken. Doch selbst haben sie noch drei Spiele mehr zu absolvieren. Es ist also alles drin für die Störche. Mit einem Dreier in Nürnberg könnte man sich den HSV bereits schnappen und den Aufstiegsrelegationsplatz einnehmen. Fin Bartels freute sich über den Sieg gegen Osnabrück, der Rückenwind gibt:

„Wir haben in der ersten Halbzeit ein richtig gutes Spiel gemacht und zu den richtigen Zeitpunkten die Tore gemacht. Wir haben alles auf dem Platz gelassen, was man nach der Pause auch gesehen hat. Die Kräfte sind etwas geschwunden, sodass wir über die Grenzen gehen mussten, um den Sieg über die Zeit zu bringen. Das haben wir bravourös gemacht. Dieses Spiel war nicht einfach, ich kann nur vor der gesamten Truppe den Hut ziehen. Jeder musste über seine Grenzen hinaus. Das wird auch die nächsten Wochen so sein. Das gibt uns viel Rückenwind. Wir können mit breiter Brust an die nächsten Aufgaben gehen.“

Voraussichtliche Aufstellungen

Nürnberg

Mathenia – Valentini, Margreitter, Sörensen, Handwerker – Geis – Krauß, Nürnberger – Möller Daehli – Borkowski, Hack

Kiel

Dähne – Neumann, Wahl, Lorenz, van den Bergh – Meffert – Lee, Hauptmann – Bartels, Mees – Serra

Mein Tipp

Nürnberg kann, Kiel muss. Dementsprechend tun sich die Störche in Franken schwer. Zu mehr als einem 1:1 reicht es nicht. Für den FCN ist damit der Klassenerhalt auch rechnerisch klar.
2. Bundesliga

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