Klettert die Düsseldorfer EG auf Platz zwei?

Klettert die Düsseldorfer EG auf Platz zwei?

Die Düsseldorfer EG im Höhenrausch: Der 3:2-Sieg nach Verlängerung im Rheinderby in Köln war der dritte DEG-Sieg in Folge. Gewinnt sie nun auch bei den Eisbären Berlin, klettert sie in der DEL auf Platz zwei.

Mit den Eisbären hat die DEG in dieser Saison bereits gute Erfahrungen gemacht: Das Heimspiel Anfang Oktober gewann man mit 5:1. Dabei lagen die Cracks von Trainer Harold Kreis nach Drittel eins noch mit 0:1 hinten. Doch dann verwandelten sie den Rückstand zwischen Minute 27 und 32 in eine 3:1-Führung und bogen auf die Siegerstraße ein. Rechts das Video vom Spiel:

Die Partie fand am siebten Spieltag statt. Das zweite Saisonduell beider Teams am Donnerstagabend in der Hauptstadt bildet den Auftakt des 20. Spieltages. Und es ist festzuhalten: Die Düsseldorfer EG hat in der Tabelle mit ihren 38 Punkten schon satte acht Zähler mehr gesammelt als der amtierende Vizemeister Berlin. Mit einem weiteren Drei-Punkte-Sieg könnten die Rheinländer an Meister München (40 Punkte) vorbeiziehen und vorerst Rang zwei erklimmen. Gewinnen hingegen die Eisbären, dann würden sie als Sechster bis auf einen Zähler an die fünftplatzierten Augsburger (34) heranrücken.

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Die Lage bei den Eisbären Berlin und bei der Düsseldorfer EG:

Eisbären Berlin:

So richtig rund läuft es beim Vizemeister bislang noch nicht. Schon der Saisonstart war nicht optimal: Nur acht Punkte aus den ersten sieben Spielen und nur Platz zehn. Danach klappte es besser für die Mannschaft von Clément Jodoin, der vor Saisonbeginn vom Assistenz- zum Cheftrainer aufgestiegen war: immerhin 22 Zähler aus den letzten zwölf Partien. Mit der Nachverpflichtung von Keeper Kevin Poulin wurde die Defensive etwas stabilisiert. Der 28-jährige Kanadier hat bereits 50 Spiele in der NHL absolviert. Beim jüngsten Spiel, der Auswärtspartie in Augsburg, hatte man aber wenig zu bestellen: Es gab eine glatte 0:3-Niederlage. „Wir waren nicht bereit, in die Zweikämpfe anzunehmen“, erklärte Stürmer Martin Buchwieser bei Telekom Sport. Zudem haperte es wie schon so oft mit der Disziplin: Daniel Richmond kassierte in der 48. Minute eine Spieldauerstrafe. Jodoin hofft darauf, dass seine Cracks es gegen die DEG besser machen: „Es ist eine lange Saison, und beim nächsten Mal werden wir bereit sein.“

Düsseldorfer EG:

Pure Freude bei der DEG nach dem 102. Sieg im 221. Rheinderby am vergangenen Sonntag? Und das auch noch auswärts in der Kölnarena? Von wegen. „Wir hatten heute zu wenig Emotionen in unserem Spiel“, klagte Düsseldorfs Coach Harold Kreis. Keine Frage: Die Ansprüche sind gestiegen in Düsseldorf, das DEG-Schiff soll klar auf Playoffs-Kurs bleiben. In den Spielzeiten 2017/18 und 2016/17 hatte man mit Rang elf die K.-o.-Runde jeweils noch verpasst. Einen großen Anteil am derzeitigen Hoch hat der neue Steuermann Kreis, der zwischen 2008 und 2010 schon einmal hinter der DEG-Bande stand. Ein weiterer wichtiger Rückkehrer ist Philip Gogulla, der vom Konkurrenten Köln kam. Der Nationalstürmer, in Düsseldorf geboren, ist Identifikationsfigur und Torjäger in einem.  Alles in allem: Die Düsseldorfer EG ist wieder angesagt in der Rheinmetropole: Derzeit strömen knapp 9.000 Fans pro Spiel in den ISS-Dome.

Statistiken:

  • Fairness: Mit nur 9,47 Strafminuten pro Spiel ist die DEG das zweitfairste Team der DEL. Ganz anders die Eisbären, die im Schnitt 16,42 Minuten pro Spiel auf der Sünderbank schmoren. Das wiederum ist der zweitschlechteste Wert der Liga.
  • Powerplay: Der große Trumpf der Berliner bislang in dieser Saison: 20,45 Prozent aller Überzahlspiele verwandeln sie in Tore, das ist Ligaspitze. Düsseldorf braucht sich jedoch mit 18,39 Prozent und Platz fünf nicht zu verstecken.
  • Scorer: Mit Alex Barta haben die Düsseldorfer aktuell den drittbesten Punktesammler in ihren Reihen. Sechs Tore und 16 Assists hat der gebürtige Berliner (!) schon auf seinem Konto. Mit Philip Gogulla und Jaedon Deschaneau haben die Rheinländer aktuell zwei weitere Stürmer unter den Top Ten der DEL-Bestenliste. Der beste Eisbär ist James Sheppard auf Platz 28 mit 15 Scorerpunkten.
  • Verteidiger: Düsseldorfs Bernhard Ebner war beim letzten Rheinderby in Köln mit zwei Toren maßgeblich am Sieg seines Teams beteiligt. Damit schraubte er sein Punktekonto auf 17 Zähler – kein Verteidiger sammelte bislang mehr in der DEL.  
  • Torhüter: Kevin Poulin und Mathias Niederberger belegen im DEL-Torhüter-Ranking hinter Münchens Danny aus den Birken die Plätze zwei und drei; Poulin und Niederberger kassierten lediglich 2,05 beziehungsweise 2,06 Gegentreffer pro Spiel.

Die letzten Spiele und Duelle:

Letzte 5 DEL-Spiele:

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BegegnungErgebnisDatum
Düsseldorf – Berlin5:102.10.18
Düsseldorf – Berlin2:602.03.18
Berlin – Düsseldorf2:330.12.17
Berlin – Düsseldorf3:4 n. P.24.11.17
Düsseldorf – Berlin2:403.10.17

Mein Tipp

Die DEG reist mit dem Selbstvertrauen des 3:2-Overtime-Erfolges in Köln in die Hauptstadt. Von den letzten fünf Spielen hat man damit vier glatt und eines in Overtime gewonnen. Die Eisbären konnten sich zuletzt zumindest auf ihre Heimstärke verlassen, sie gewannen inklusive eines 3:2-Penalty-Erfolgs gegen Wolfsburg vier Partien in Serie. Ich tippe auf ein enges Match, das der vermeintliche Außenseiter DEG innerhalb der 60 Minuten knapp für sich entscheiden wird, also Tipp 2 mit Quote 2,75. Zudem tippe ich auf ein torreiches Spiel, also Tore Mehr als 5,5, mit der Quote 1,70.

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