Spartak – Lokomotive: Der erste Titel geht nach Moskau

Spartak – Lokomotive: Der erste Titel geht nach Moskau

Spartak Moskau und Lokomotive eröffnen am Freitag die neue Saison in Russland mit dem Supercup. Es ist das Duell zwischen dem Meister und dem Pokalsieger. Vergangene Spielzeit war ein Klassenunterschied zwischen den beiden Hauptstadtklubs nicht zu übersehen. Konnte Lokomotive die Lücke zum Stadtrivalen verkleinern?

An diesem Samstag beginnt in Russland die neue Saison. Zuvor wird aber noch der Supercup-Sieger zwischen Meister Spartak und Pokalsieger Lokomotive ermittelt. Der Wettbewerb wird im Land des WM Gastgebers erst seit 2003 ausgespielt. Spartak war seitdem dreimal dabei, konnte den Titel aber nicht einmal gewinnen. Immer scheiterte der Rekordmeister am Stadtrivalen ZSKA. Und immer kassierten sie mindestens drei Gegentore. Mehr als 2,5 Tore im Spiel wären demnach auch für Freitag ein guter Tipp. Die Quote dafür: 1,95.

Entsprechend groß ist die Sehnsucht beim Team von Trainer Massimo Carrera nach dem letzten noch fehlenden nationalen Titel in der Vereinsvitrine. Lokomotive war da schon erfolgreicher. Gleich im Premierenjahr gewannen sie den Pokal gegen ZSKA. 2005 folgte ein weiterer Sieg.

Spartak der Favorit?

Geht man rein von der abgelaufenen Spielzeit aus, ist Spartak klar favorisiert. Erstmals seit 2001 gewannen sie wieder die Meisterschaft mit sieben Punkten Vorsprung auf ZSKA. Lokomotive hängte man in der Liga sogar um satte 27 Zähler ab. In den direkten Vergleichen (1:0, 1:1) blieb Spartak ungeschlagen. Auch der Marktwert spricht für den Meister. Laut „transfermarkt.de“ ist der Spartak-Kader 95 Millionen Euro wert. Lokomotive kommt auf 54 Millionen.

Der Erfolg hängt eng mit Trainer Massimo Carrera zusammen. Seitdem der Italiener die Mannschaft übernommen hat, ging es mit dem populärsten Klub Russlands wieder aufwärts. In 30 Ligaspielen feierte Spartak 22 Siege. Der mit Abstand beste Wert aller 16 Mannschaften. Lokomotive konnte zum Vergleich nur zehn Spiele gewinnen.

Außerdem konnten die Leistungsträger alle gehalten werden. Als Verstärkungen kamen Georgi Tigiev (Anzhi) und Marko Petkovic (Roter Stern) für die rechte Abwehrseite hinzu. Die Mannschaft ist also eingespielt und wird nicht mehr viel Zeit brauchen, wieder auf höchstem Niveau zu agieren. Entsprechend verhält es sich bei den Quoten. Spartak kommt auf eine Siegchance von 1,90. Lokomotive muss sich mit einer ODDSET-Quote von 3,00 zufriedengeben.

Heimvorteil Lokomotive

Doch ist der Pokalsieger damit wirklich der Außenseiter? Einen großen Vorteil hat Lokomotive. Das Duell mit dem Meister findet im eigenen Stadion statt. Und in einem Stadtderby spielen die Fans eine nicht zu vernachlässigende Rolle. Seit 2012 haben sie nur eine Pleite gegen Spartak miterleben müssen. Das ist mittlerweile zwei Jahre her. In einem Spiel ist für Lokomotive alles möglich. Vielleicht ist es die Chance auf den einzigen Titel der Saison.

Vergangene Spielzeit holten sie zwar den Pokal, das war aber auch durch das Losglück begünstigt. Den Vereinen aus Moskau sowie St. Petersburg ging Lokomotive aus dem Weg. Die Konkurrenz schaltete sich gegenseitig aus. Im Finale bezwang man Ural Jekaterinburg mit 2:0. Die Liga beendete man aber abgeschlagen auf dem achten Platz.

Mit Maicon (Antalyaspor), Roman Shishkin (Krasnodar) und Renat Yanbaev (Krasnodar) haben drei wichtige Spieler den Klub verlassen. Hinzu kamen Solomon Kvirkelia (Kazan), Arshak Koryan (Vitesse). Ob Trainer Yuri Semin die neuen Spieler integrieren konnte, wird sich am Freitagabend zeigen.

Tests sprechen für Spartak

In den Testspielen gab es bei Lokomotive noch Luft nach oben. Zwar gelang gegen den unterklassigen Verein Ankaran Hrvatini ein 10:0, doch gegen FK Rudar aus Slowenien (1:1) und den kroatischen Meister NHK Rijeka (0:1) konnte man nicht gewinnen.  Spartak blieb in den Tests dagegen ungeschlagen. Gegen Zweitligisten Chertanovo gewann man mit 2:1, Vozdovac aus Serbien wurde 3:2 besiegt. Nur gegen Slaven Belupo aus Kroatien kam man nicht über ein 1:1 hinaus.

Statistiken:

Der direkte Vergleich:

Lokomotive:

U 1:1 FK Rudar (Test)

N 0:1 NHK Rijeka (Test)

S 10:0 Hrvatini (Test)

N 0:2 Zenit (Liga)

S 4:0 Orenburg (Liga)

Spartak:

U 1:1 Belupo (Test)

S 3:2 Vozdovac (Test)

S 2:1 Chertanovo (test)

N 0:3 Tula (Liga)

S 3:0 Grosny (Liga)

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Spartak: Selikhov – Jikia, Bochetti, Kutepov, Petkovic – Fernando, Glushakov – Promes, Popov, Samedov – Luiz Adriano

Lokomotive: Pejcinovic, Kvirkvelia, Mykhalyk, Ignatjev – Tarasov (N’Dinga), Denisov – Farfan, Miranchuk, Fernandes – Ari

Mein Tipp:

Lokomotive wird es Spartak nicht leicht machen, doch gegen die individuelle Klasse des Meisters hat der Pokalsieger am Ende nichts entgegenzusetzen. Spartak wird die Partie gewinnen und sich erstmals den Titel holen. Da bringt auch der Heimvorteil für die Lokos nichts. Den konnten sie schon in der Liga nicht nutzen und nur vier von 15 Spielen gewinnen. Ich tippe auf einen 3:1-Erfolg für den Meister. Dieser Ergebnistipp bringt 17,00. Beide Mannschaften treffen: 1,75.

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