Bayern gegen Atletico mit Auftakt nach Maß?

Bayern gegen Atletico mit Auftakt nach Maß?

Bayern und Atletico duellierten sich letztmals 2016/17 in der Gruppenphase. Damals siegte die jeweilige Heimelf mit 1:0. Aktuell gewannen beide Teams ihre Generalprobe für diese Auftaktpartie: Bayern beim 4:1 in Bielefeld, Atletico beim 2:0 bei Celta Vigo. Feiert Titelverteidiger FCB einen Start nach Maß?

Die Münchner konnten in der vergangenen Champions-League-Saison alle elf Partien für sich entscheiden – von der Auftaktpartie gegen Belgrad (3:0) bis zum Endspiel gegen PSG (1:0). Nur 58 Tage nach dem Finaltriumph von Lissabon folgt nun gegen Atletico der nächste Bayern-Auftritt. Und es soll der zwölfte Sieg in Serie her. Allerdings könnten sich die Madrilenen als unangenehmer Gegner erweisen:

„Es wird sehr kompliziert werden, da sie extrem robust verteidigen und nun auch mit ihren Neuzugängen in der Offensive sehr stark besetzt sind“
erklärte FCB-Abwehrspieler Lucas Hernandez, der zwölf Jahre lang für die Spanier kickte. Atletico holte in Luis Suarez (FC Barcelona) einen namhaften Spieler für den Angriff, zudem kehrte Linksaußen Yannick Carrasco aus der chinesischen Super League zurück nach Madrid. Die Rojiblancos wollen den Bayern in Gruppe A das Leben so schwer wie möglich machen und sollten am Ende mindestens Tabellenzweiter vor Salzburg und Lok Moskau werden.

Bayern München – Atletico Madrid im TV oder Livestream

Zu sehen gibt es das Spiel live ab 21:00 Uhr bei Sky.

Bayern: Ausfall von drei deutschen Nationalspielern droht

Trainer Hansi Flick muss bei der Auftaktpartie sicher auf zwei Stammspieler verzichten: Leroy Sane muss wegen seiner Kapselverletzung im Knie passen, Serge Gnabry wurde positiv auf das Corona-Virus getestet. Fraglich ist auch der Einsatz von Joshua Kimmich, weil dessen Frau das zweite Kind erwartet. Kimmich hatte deswegen auch schon das Spiel in Bielefeld verpasst.

In der Vierer-Abwehrkette hat Hernandez seinem Konkurrenten Alphonso Davies auf der linken Seite derzeit etwas den Rang abgelaufen. Der 80-Millionen-Mann dürfte erneut zum Einsatz kommen. In der Innenverteidigung könnte das Wechselspiel zwischen Jerome Boateng und Niklas Süle weitergehen. Nach Süle in Bielefeld dürfte nun Boateng wieder am Zug sein.

Überhaupt ist die noch nicht eingespielte Abwehr die momentan einzig echte Baustelle des deutschen Rekordmeisters: Acht Gegentore kassierte man in den ersten vier Ligaspielen, davon vier in Hoffenheim. Nur einmal stand hinten die Null, und zwar beim 8:0-Startsieg gegen Schalke.

In der Offensive hingegen läuft es prächtig: 17 Treffer in den vier Ligapartien, Rekord von Gladbach aus der Saison 1967/68 eingestellt. Am Samstagabend schossen Thomas Müller und Robert Lewandowski mit je zwei Treffern die Arminia im Alleingang ab.

Atletico: Abwehr steht, Suarez knipst – aber Quartett fehlt

Bei den Madrilenen scheint sich auch in dieser Spielzeit die Abwehr als Bollwerk herauszukristallisieren. Sie kassierten nur ein Gegentor in vier La-Liga-Begegnungen: Bestwert unter den 20 Mannschaften. Der Saisonauftakt fiel mit dem 6:1 gegen Granada spektakulär aus. Stareinkauf Suarez traf gleich zweimal – nachdem er erst in der 70. Minute eingewechselt worden war.

Danach flaute die Euphorie etwas ab, denn es folgten zwei Nullnummern in Huesca und gegen Villarreal. Beim 2:0 bei Celta Vigo sorgte Suarez für das schnelle 1:0. Der Belgier Carrasco ließ in der 95. Minute das erlösende zweite Tor folgen.

Die Zuversicht der Hauptstädter wird allerdings durch den Ausfall eines Quartetts getrübt. Es fehlen der erfahrene Angreifer Diego Costa (Oberschenkelverletzung), Mittelfeldakteur Saul Niguez (Muskelverletzung), sowie die Abwehrspieler Jose Gimenez (Muskelverletzung) und Sime Vrsaljko (Knie).

Voraussichtliche Aufstellungen

Bayern

Neuer – Pavard, J. Boateng, Alaba, Hernandez – Goretzka, Kimmich – Douglas Costa, T. Müller, Coman – Lewandowski

Atletico

Oblak – Trippier, Savic, Felipe, Renan Lodi – Koke, Saul Niguez – Llorente, Carrasco – Suarez, Joao Felix

Mein Tipp

Die letzten vier Aufeinandertreffen beider Teams fanden allesamt 2016 statt. Sie waren alle hartumkämpft. Aus Bayern-Sicht lauteten die Resultate 1:0 (H), 0:1 (A), 2:1 (H) und 0:1 (A). Insgesamt fielen also nur sechs Treffer in vier Spielen. Wird es also auch in München eine torarme und enge Kiste? Ich denke: Ja! Also weniger als 2,5 Tore. Die Bayern werden viel Geduld aufbringen müssen, um den Atletico-Abwehrriegel zu knacken. Irgendwann wird jedoch Atletcio dem hohen Tempo der Münchner Tribut zollen. Die erzielen schließlich das 1:0 und lassen per Konter auch noch das 2:0 folgen.
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