Viel Tradition in der 3. Liga

Viel Tradition in der 3. Liga

Die Sommerpause neigt sich dem Ende entgegen. Am 27. Juli beginnt die neue Saison der 3. Liga mit dem Spiel zwischen Eintracht Braunschweig und dem Karlsruher SC. Höchste Zeit, die Favoriten und Traditionsklubs genauer unter die Lupe zu nehmen.

Wer wird 2018/19 Meister in der 3. Liga? |
Sa. 18. Mai 2019 um 13:30 Uhr

Die 3. Liga geht in ihre elfte Saison. Am 27. Juli geht es mit dem Spiel zwischen Braunschweig und dem KSC wieder zur Sache. Einiges ist neu. So werden diesmal gleich vier Absteiger ermittelt und nicht mehr drei wie noch im Vorjahr. Außerdem wird es erstmals zu Montagsspielen kommen. Und noch was am Rande: Erstmals seit Bestehen der dritthöchsten deutschen Spielklasse sind keine zweiten Mannschaften höherklassiger Vereine dabei. Dafür aber viel Tradition.

Das sind die neuen Teams in Liga 3

Wie schon im Vorjahr kämpfen 20 Mannschaften um den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Zwei steigen direkt auf, der Drittplatzierte muss in die Relegation. Neu dabei sind die beiden Absteiger Eintracht Braunschweig und der 1. FC Kaiserslautern sowie die drei Aufsteiger TSV 1860 München, Energie Cottbus und KFC Uerdingen. Alles Klubs, die schon einmal in der Bundesliga gespielt haben. Braunschweig, der FCK und die Münchner Löwen waren sogar schon Mal Meister. Genau wie der KSC. Sogar einen Weltmeister hat die 3. Liga in dieser Saison zu bieten. Kevin Großkreutz schnürt ab diesem Sommer die Fußballschuhe für den KFC Uerdingen. Die Krefelder planen den direkten Durchmarsch in die 2. Bundesliga. Doch die Konkurrenz ist groß. 

Unsere Favoriten auf den Aufstieg

1.FC Kaiserslautern

Die wichtigsten Neuzugänge

Lukas Spalvis (Sporting), Kevin Kraus (Heidenheim), Christoph Hemlein (Bielefeld), Hendrick Zuck, Julius Biada (beide Braunschweig), Theodor Bergmann (Erfurt), Özgür Özdemir (Großaspach)

Die wichtigsten Abgänge

Sebastian Andersson (Union Berlin), Philipp Mwene (Mainz), Christoph Moritz (HSV), Leon Guwara (Werder), Brandon Borrello (noch offen), Halil Altintop (Karriereende)

Einschätzung

Kaiserslautern musste erstmals den bitteren Gang in die Drittklassigkeit antreten. Jetzt ist die Zeit für den großen Neuanfang bei den Pfälzern gekommen. Insgesamt haben 28 Spieler den Verein verlassen. 23 Neuzugänge konnten die Roten Teufel schon präsentieren. Das Ziel der Lauterer ist ganz klar die direkte Rückkehr in die 2. Bundesliga. Das wird Trainer Michael Frontzeck aber nur gelingen, wenn er aus seinem neuen Kader eine Mannschaft formen kann. Qualität für die 3. Liga ist in Kaiserslautern zweifelsohne vorhanden. Jetzt gilt es nur, das auf dem Platz auch zu bestätigen. Wir sind zuversichtlich. Der FCK ist unser Top-Favorit.

Karlsruher SC

Die wichtigsten Neuzugänge

Martin Rösler (Halle), Christoph Kobald (Wiener Neustadt), Manuel Stiefler, Damian Roßbach (beide Sandhausen), Sven Müller (Köln)

Die wichtigsten Abgänge

Matthias Bader (Köln), Fabian Schleusener (Freiburg), Marcel Mehlem (Saint Gilloise)

Einschätzung

Letzte Saison ist der KSC nur ganz knapp am Aufstieg vorbeigeschlittert. In der Relegation verloren die Badener gegen Erzgebirge Aue. Jetzt will man einen neuen Anlauf starten. Zwar haben einige Leistungsträger den Klub verlassen, dafür wurden aber auch neue, vielversprechende Profis geholt. Viel schlechter als im Vorjahr sollte der KSC nicht sein. Der Meister von 1909 sollte definitiv um den Aufstieg und die Meisterschaft mitreden können. Wir können uns eine Platzierung in den Top-Drei vorstellen.

KFC Uerdingen

Die wichtigsten Neuzugänge

Kevin Großkreutz (Darmstadt), Stefan Aigner (Colorado), Manuel Konrad (Dresden), Dennis Daube (Union Berlin)

Die wichtigsten Abgänge

Christian Müller (noch offen), Patrick Ellguth (noch offen)

Einschätzung

Der KFC Uerdingen spielte vor zwei Jahren noch in der Oberliga. Nun schaffte man als Regionalliga-Meister den direkten Durchmarsch in die 3. Liga. Der Erfolgskader konnte zusammengehalten werden und wurde mit Spielern wie Großkreutz oder Aigner noch weiter verstärkt. Uerdingens Ziel ist mittelfristig wieder die Rückkehr in die 2. Bundesliga. Vielleicht klappt das ja sogar schon in dieser Saison. Die Mannschaft ist eingespielt. Auch Trainer Stefan Krämer hatte nun schon vier Monate Zeit, die Spieler kennenzulernen. Als Aufsteiger kann man ja eigentlich befreit aufspielen und mit dem Klassenerhalt zufrieden sein. Wird man in Krefeld auch sein. Insgeheim wird man sich aber schon etwas mehr erwarten. Ein Platz im oberen Tabellendrittel ist durchaus drin, vielleicht auch mehr. Viel wird von einem erfolgreichen Start in die Saison abhängen.

Eintracht Braunschweig

Die wichtigsten Neuzugänge

Stephan Fürstner (Union Berlin), Jonas Thorsen (AC Horsens), Felix Burmeister (Vasas FC), Michal Fasko (Grasshoppers)

Die wichtigsten Abgänge

Salim Khelifi (FC Zürich), Joseph Baffo (noch offen), Louis Samson (noch offen), Steve Breitkreuz (Aue), Ken Reichel (Union Berlin), Jasmin Fejzic (Magdeburg), Mirko Boland (noch offen)

Einschätzung

Braunschweig wollte vergangene Saison eigentlich in die Bundesliga aufsteigen. Jetzt kickt die Eintracht in der 3. Liga. Wie für den 1. FC Kaiserslautern beginnt bei den Niedersachsen eine neue Zeitrechnung. Der langjährige Trainer Torsten Lieberknecht hat den Verein ebenfalls verlassen. Die Verantwortung für den Neuaufbau liegt nun in den Händen von Henrik Pedersen. Der Däne muss den Abgang zahlreicher Leistungsträger kompensieren. Qualitativ hat der Kader unter dem Abstieg natürlich gelitten. Trotzdem könnte dieser für die 3. Liga noch stark genug sein, um sich die zweite Drittliga-Meisterschaft nach 2011 zu sichern. Nach den letzten beiden Abstiegen aus der 2. Bundesliga dauerte es allerdings immer mindestens zwei Jahre, bis man sich wieder im Unterhaus zurückmelden konnte. Aufstiegskandidat ist Braunschweig sicherlich. Ob es nach ganz oben reicht, muss sich aber erst noch zeigen

1860 München

Die wichtigsten Neuzugänge

Stefan Lex (Ingolstadt), Quirin Moll (Braunschweig), Adriano Grimaldi (Münster)

Die wichtigsten Abgänge

Michael Görlitz (noch offen), Timo Gebhart (noch offen)

Einschätzung

Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga ging es für die Münchner Löwen gleich zwei Etagen tiefer in die Regionalliga. Da wollte man sich aber nicht lange aufhalten und kehrte nach einer souveränen Saison auf dem ersten Platz in den Profifußball zurück. Ähnlich wie bei Uerdingen soll es nun schnellstens zurück ins Unterhaus gehen. Der Kader ist vielleicht nicht ganz so stark wie der der Konkurrenz. Dafür dürfte der TSV 1860 allein schon vom klangvollen Namen her für volle Stadien sorgen. Für uns sind die Münchner lediglich Geheimfavorit. Aber Überraschungen hat es ja im Fußball schon immer gegeben.

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