Mannheim gegen Wiesbaden auf Rang 2?

Mannheim gegen Wiesbaden auf Rang 2?

Der SV Waldhof empfängt am Montagabend zum Abschluss des 18. Spieltags der 3. Liga den SV Wehen Wiesbaden. Die Mannheimer wollen mit einem Sieg zurück auf einen direkten Aufstiegsplatz. Die Gäste aus Hessen warten dagegen seit drei Spielen auf das nächste Erfolgserlebnis.

Der Aufstiegskampf in der 3. Liga spitzt sich zu. Magdeburg hat sich als Tabellenführer schon ein kleines Polster erarbeitete, doch zwischen Braunschweig auf Rang zwei und Osnabrück auf Rang sieben liegen gerade einmal drei Punkte. Mittendrin der SV Waldhof, der sich auf dem dritten Platz in Schlagdistanz hält  und am Montagabend mit einem Sieg gegen Wehen Wiesbaden die Eintracht um einen Zähler hinter sich lassen kann. Die derzeitige Form spricht klar für die Mannheimer, die nur eines der letzten elf Ligaspiele verloren haben. Die Gäste hingegen konnten nur eines der vergangenen sieben Spiele gewinnen. Anstoß ist um 19:00 Uhr im Carl-Benz-Stadion.

Mannheim - Wehen Wiesbaden im TV oder Livestream

Zu sehen gibt es das Spiel live ab 19:00 Uhr bei Magenta Sport und Onefootball im Stream.

Mannheim daheim kaum zu stoppen

Die Mannheimer gehen mit viel Schwung in die abschließende Partie des 18. Spieltags. Das kommt nicht sonderlich überraschend, wenn man sich die Leistungen der vergangenen Wochen so anschaut. Allein aus den letzten drei Spielen holte der SV Waldhof sieben Punkte. Insgesamt wurden erst drei von 17 Spielen verloren. Weniger Niederlagen hat kein anderer Drittligist auf dem Konto. Daheim sind die Mannheimer ebenfalls nur ganz schwer zu bezwingen. Das hat in neun Spielen lediglich der 1. FC Magdeburg (0:2) am 1. Spieltag geschafft. Seitdem gab es acht Spiele ohne Pleite, darunter waren fünf Siege. Die Gastgeber schießen in der Carl-Benz-Arena im Schnitt genau zwei Tore und kassieren lediglich einen Gegentreffer. Es könnte also alles auf ein 2:1 hinauslaufen.

Ein enges Spiel wäre nicht unwahrscheinlich. Vergangene Saison standen sich die beiden Klubs erstmals in der 3. Liga gegenüber. Sowohl das Hin- als auch das Rückspiel endeten mit einem 1:0 für die Gäste. Unterschätzen wird man Wehen Wiesbaden daher ganz sicher nicht, wenngleich man sich nach dem 3:1 zuletzt beim TSV 1860 nicht mit einem Punkt zufriedengeben wird. Trainer Patrick Glöckner kann bis auf Anthony Roczen und Alexander Rossipal auf sämtliche Spieler zurückgreifen. Große Veränderungen im Vergleich zum Erfolg in München sind daher nicht zu erwarten.

Fakten zum Spiel:

  • Mannheim hat erst drei Saisonspiele verloren. Bestwert in der 3. Liga.
  • Mannheim hat daheim in 9 Spielen 18 Mal getroffen. Nur 1860 München (19) ist im eigenen Stadion noch gefährlicher.
  • Mannheim hat daheim keines der letzten acht Spiele verloren (5 Siege, 3 Unentschieden).
  • Wehen Wiesbaden wartet nach drei Spielen unter dem neuen Trainer Markus Kauczinski noch auf den ersten Torerfolg.
  • Wehen Wiesbaden hat im November keines seiner vier Pflichtspiele gewinnen können (2 Unentschieden).

Wehen Wiesbaden punktet vor allem auswärts

Bei den Gästen aus Hessen kann man bisher noch nicht wirklich von einer starken Saison sprechen. Nur Platz elf und einen Trainerwechsel hat man in Wiesbaden auch schon vollzogen. Rüdiger Rehm musste nach dem 3:4 gegen Meppen die Koffer packen. Nach vier Punkten aus zwei Spielen unter dem Interimsduo Krannich/Döring kam Markus Kauczinski. Besser wurde es seitdem nicht. Unter dem 51-Jährigen haben die Wiesbadener in drei Spielen noch nicht mal ein Tor erzielt. Im Landespokal Hessen schied man gegen den Fünftligisten Türk Gücü Friedberg mit 0:1 aus. Das Liga-Debüt unter Kauczinski in Kaiserslautern ging ebenfalls mit 0:1 verloren. Zuletzt reichte es beim torlosen Remis gegen Verl immerhin zum ersten Punktgewinn. Dennoch nicht der Anspruch des früheren Zweitligisten.

Mit einem Sieg beim Aufstiegsaspiranten aus Mannheim könnte man den Schalter vielleicht mal umlegen und das Feld von unten aufrollen. Denn sieben Punkte Rückstand zum kommenden Gegner sind jetzt nichts, was man nicht noch aufholen könnte. Mit einem Sieg würde es schon auf den neunten Platz nach oben gehen. Zuzutrauen ist das den Wiesbadenern allemal, denn 16 seiner 23 Punkte holte der SVWW in fremden Stadien. Mit weiteren drei Zählern wäre man sogar das auswärtsstärkste Team der Liga. Von neun Spielen wurden fünf gewonnen und nur drei verloren. Darunter waren auch Siege bei den Aufstiegskandidaten in Braunschweig (2:1) und Saarbrücken (4:3) oder beim Absteiger aus Osnabrück (1:0). Vielleicht ist an einem guten Tag also doch was möglich in Mannheim. Nicht dabei sind verletzungsbedingt Tim Boss, Emanuel Taffertshofer, Sebastian Mrowca und Gianluca Korte.

Voraussichtliche Aufstellungen

Mannheim

Königsmann

Donkor, Seegert, Verlaat, Sommer

Höger, Saghiri

Costly, Bayamba, Schnatterer

Martinovic

Wehen Wiesbaden

Stritzel

Fechner, Mockenhaupt, Gürleyen, Kempe

Kurt, Jacobsen

Goppel, Nilsson, Farouk

Mein Tipp

Mannheim hat die große Chance, auf einen direkten Aufstiegsplatz zu klettern. Und das gegen eine Mannschaft, die in den vergangenen drei Pflichtspielen kein eigenes Tor mehr erzielen konnte. Ich sehe den SV Waldhof als Favoriten. Dennoch kann Wehen Wiesbaden für eine Überraschung sorgen. Das haben die Hessen in dieser Saison ja schon mehrmals bewiesen. Trotzdem sehe ich diesmal die Gastgeber als Sieger. Mannheim wird sich knapp durchsetzen und mit 2:1 gewinnen. Dazu noch 2-3 Tore im Spiel.
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