FCN – FCI: Ingolstadt zu Gast beim Angstgegner

FCN – FCI: Ingolstadt zu Gast beim Angstgegner

Zum Abschluss des 13. Spieltags der 2. Bundesliga steigt das kleine Derby zwischen Nürnberg und Ingolstadt. Der Club will zurück in die Top-Drei. Ingolstadt zum ersten Mal überhaupt gegen die Franken gewinnen. Die Schanzer sind nach drei Pflichtspielsiegen in Folge zuversichtlich.

Mit Nürnberg und Ingolstadt treffen am Montagabend zwei Klubs aufeinander, die sich den Aufstieg in die Bundesliga als Ziel gesetzt haben. Der FCN spielt seit Saisonbeginn oben mit. Mit einem Sieg würden Sie Union Berlin wieder vom dritten Platz verdrängen. Die Ingolstädter haben den Start etwas verschlafen, nehmen aber langsam richtig Fahrt auf. Die letzten fünf Pflichtspiele haben die Schanzer nicht mehr verloren. Jetzt will man auch in Nürnberg etwas mitnehmen. In bisher vier Vergleichen konnte der FCI noch nie gegen Nürnberg gewinnen.

Club will zurück in die Spur

Die Nürnberger mussten sich zuletzt mit 0:1 beim 1. FC Heidenheim geschlagen geben. Es war die erste Niederlage nach drei Pflichtspielsiegen in Folge. Kann passieren, so das Fazit von Trainer Michael Köllner. Wichtig sei nur, dass man gegen die Schanzer eine passende Reaktion zeige. Schließlich ist man auch den Fans etwas schuldig. Von den bisherigen sechs Heimspielen konnte der Club nur drei gewinnen. Dem steht ein Unentschieden und zwei Niederlagen gegenüber. Aber alles doch irgendwie nur halb so wild. Sollte man am Montagabend drei Punkte holen, wäre man wieder mittendrin im Aufstiegsrennen und zurück auf dem Relegationsplatz. Die Quote dafür: 2,45.

Dass das keine leichte Aufgabe wird, ist Köllner allerdings bewusst. „Betrachtet man die vergangenen Wochen, sind die Schanzer Favorit. Aber wir sind schwer zu schlagen“, sagte er im Vorfeld und erklärte: „Ingolstadt wird eine schwere Aufgabe, sie haben den geschätzt besten und vermutlich teuersten Kader.“

Nürnberg mit löchriger Abwehr

Gut möglich, dafür kann Köllner bis auf seine Langzeitverletzten wieder auf sämtliche Spieler zurückgreifen. Das macht die Sache natürlich einfacher. Selbst Georg Margreitter ist wieder ins Training eingestiegen. Der Innenverteidiger wird aber wohl noch keine Option für die Startelf sein. Dabei kommt es auf die Abwehr der Franken wieder ganz besonders an. Der Club hat zwar nur eines der letzten vier Spiele verloren, kassiert aber überraschend viele Gegentore. Zwölfmal in Folge stand nicht mehr die Null. Ist auf die Offensive verlass, kann man sich das schon mal erlauben. Dass das aber auch ins Auge gehen kann, zeigte sich zuletzt in Heidenheim (0:1). Daher wäre es nicht unwahrscheinlich, dass auch am Montag wieder beide Mannschaften treffen. Nürnberg hat in fünf der sechs Heimspiele immer mindestens ein Tor erzielt. Die Quote dafür: 1,45.

Gegen Ingolstadt sollte der Club unbedingt treffen. Die Schanzer überzeugten zuletzt nämlich mit geballter Offensivpower. In den letzten fünf Pflichtspielen haben sie immer mindestens doppelt getroffen. Daher ging es seit dem 8. Spieltag vom 16. bis auf den siebten Platz nach oben. Legt man nun auch in Nürnberg nach, wäre man sogar schon Fünfter und bis auf zwei Zähler am kommenden Gegner dran. Es wäre ein weiterer Schritt in Richtung sofortiger Wiederaufstieg. Mit diesem Ziel ist man bei den Oberbayern auch in die Saison gestartet.

Ingolstadt in Torlaune

Von vielen Toren könnte man rein statistisch gesehen ausgehen. Ingolstadt ballert die Gegner derzeit in Grund und Boden, Nürnberg stellt mit 26 Treffern die zweitbeste Offensive der Liga. Daher am Montagabend vier Tore oder mehr: 2,45.

Geht es nach FCI-Trainer Stefan Leitl, wird mindestens ein Treffer mehr auf Seiten seiner Mannschaft fallen. Die Ergebnisse der vergangenen Wochen haben viel zum Selbstvertrauen beigetragen. Daher kündigte Leitl auch einen Sieg seiner Mannschaft an. „Wir wollen und werden, davon bin ich überzeugt, in Nürnberg gewinnen. Wir fahren mit breiter Brust nach Nürnberg“, so der 40-Jährige, der beim Club lediglich auf den gesperrten Marcel Gaus verzichten muss. Ansonsten sind alle Leistungsträger dabei. Auch Sonny Kittel. Auf ihn müssen die Nürnberger ganz besonders achten. Mit sieben Toren und sieben Vorlagen ist er der Topscorer der Liga und ein Garant für den Ingolstädter Erfolg.

Statistiken:

Die letzten 5 Spiele:

Nürnberg:

N 0:1 Heidenheim (Liga)

S 3:2 Osnabrück (Pokal)

S 2:1 Dresden (Liga)

S 4:3 Darmstadt (Liga)

N 1:2 Bielefeld (Liga)

Die letzten direkten Duelle:

1:1 Ingolstadt – Nürnberg

2:1 Nürnberg – Ingolstadt

1:0 Nürnberg – Ingolstadt

0:3 Ingolstadt – Nürnberg

Ingolstadt:

S 3:1 Bielefeld (Liga)

S 3:1 Fürth (Pokal)

S 3:0 Heidenheim (Liga)

U 2:2 Dresden (Liga)

S 3:0 Darmstadt (Liga)

Wett-Tipps: Hättest Du’s gewusst?

  • Seit dem 1-0 in Regensburg am 6. August spielte Nürnberg in 12 Pflichtspielen nicht mehr zu null (10-mal 2. Liga, 2 Pokalspiele). Für den Club ist das die längste Serie seit 2013, als von März bis Dezember in 25 Pflichtspielen in Folge nie die Null stand.
  • In den letzten 4 Ligaspielen holten die Schanzer 10 von 12 möglichen Punkten (kein Zweitligist war in diesem Zeitraum erfolgreicher), zudem gab es den 3-1-Erfolg im Pokal beim Zweitliga-Konkurrenten Fürth.
  • In den letzten 5 Pflichtspielen trafen die Schanzer immer mindestens doppelt (4-mal gelangen dabei sogar 3 Tore) – für den FCI ist das die längste derartige Serie seit dem Aufstieg in den Profifußball im Sommer 2008.

So könnten sie spielen:

Nürnberg: Kirschbaum - Valentini, Mühl, Ewerton, Leibold - Behrens, Erras, Löwen - Ishak, Möhwald, Teuchert

Ingolstadt: Nyland - Träsch, Matip, Wahl, Levels - Morales, Cohen, Christiansen - Pledl, Kutschke, Kittel

Mein Tipp:

Es wird schwierig für den Club, die starken Ingolstädter aufzuhalten. Trotzdem glaube ich, dass die Gastgeber nicht ohne Punkt aus dem Spieltag gehen. Der Heimvorteil wird ihnen zumindest zu einem Unentschieden verhelfen. Ich denke, Nürnberg bleibt gegen Ingolstadt ungeschlagen und erkämpft sich ein 2:2. Dafür gibt es eine Quote von 10,5. Nürnberg verliert nicht: 1,37.

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