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Zeigt Gladbach in Wolfsburg wieder sein Liga-Gesicht?

Zeigt Gladbach in Wolfsburg wieder sein Liga-Gesicht?

imago images/Laci Perenyi: Maxi Arnold (r.) und seine Wölfe wollen sich am Sonntag gegen Patrick Herrmanns Gladbacher behaupten.

In der Bundesliga besiegte Mönchengladbach zuletzt den FC Bayern und steht an der Tabellenspitze. In der Europa League schied man jedoch am Donnerstag bereits in der Gruppenphase aus. Am Sonntag geht es nach Wolfsburg. Dort will das Team von Trainer Marco Rose wieder Liga-Form zeigen. Doch dort hat man seit 16 Jahren nicht mehr gesiegt.


Am 22. November 2003 gewann Borussia Mönchengladbach beim VfL Wolfsburg mit 3:1. Joris Van Hout, Arie van Lent und Joonas Kolkka trafen für die Fohlen, Stefan Schnoor hatte zwischenzeitlich den Ausgleich geköpft. Damals konnten die Gäste noch nicht wissen, dass dieser Sieg bis heute etwas Besonderes ist. Denn er ist der bis dato letzte Dreier von Gladbach in Wolfsburg. Denn danach gab es elf Niederlagen und drei Remis bei den Wölfen. Immerhin holte man zwei der drei Unentschieden in den letzten drei Gastspielen.

Auf dem Bökelberg und im Borussia Park schnitt Wolfsburg besser ab als Gladbach auswärts. Deshalb spricht die Gesamtbilanz zwischen beiden Teams auch für die Gastgeber vom Sonntag. Die Niedersachsen entschieden 21 Vergleiche für sich, die Jungs vom Niederrhein nur zwölf. Dazu kommen sechs Unentschieden. Kommt es auch dieses Mal zu einer Punkteteilung?

Wolfsburg – Gladbach im TV oder Livestream

Zu sehen gibt es das Spiel live ab 15:30 Uhr bei Sky.

Wölfe schwächeln in der Bundesliga

In der Liga lief es zuletzt nicht für den VfL. Bis auf ein 2:0 in Frankfurt Ende November kassierte man aus den letzten fünf Spielen vier Niederlagen. In Dortmund gab es ein 0:3, gegen Leverkusen ein 0:2. Dazu kommen eine 2:3-Heimpleite gegen kriselnde Bremer und das 0:1 am vergangenen Samstag in Freiburg. Dadurch ist Wolfsburg auf Platz 9 der Tabelle abgerutscht.

In der Europa League läuft es hingegen besser für die Wölfe. Im letzten Gruppenspiel besiegte man AS St. Etienne mit 1:0, obwohl Coach Oliver Glasner seine Mannschaft gehörig umgebaut hatte. Paulo Otavio erzielte den Siegtreffer. Im Gegensatz zu Gladbach zogen die Niedersachsen in die Zwischenrunde der Europa League ein und hoffen auf namhafte Gegner wie Manchester United. Trainer Glasner war happy über den Sieg, von dem er sich Rückenwind für die letzten drei Ligaspiele vor Weihnachten erwartet:

„Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel. Die Mannschaft hat von der ersten Minute gezeigt, dass sie diese Partie gewinnen möchte. Wir wollten unbedingt in die letzte intensive Phase mit einem Erfolgserlebnis reingehen und die Spieler haben das sehr eindrucksvoll auf den Platz gebracht. Wir haben uns viele Torchancen herausgespielt, waren sehr stabil in der Defensive und daher ein Kompliment an die Spieler, die eine prima Leistung gezeigt haben. Ich gehe mit einem sehr guten Gefühl in die letzte Woche, in der wir noch drei intensive Spiele absolvieren müssen. Ich weiß, dass wir viele Optionen im Kader haben, die in sehr guter Verfassung sind.“

Gladbach will Europafrust in der Liga vergessen

In der Bundesliga waren die Fohlen zuletzt in zwei Spitzenspielen gefordert. Gegen Freiburg siegte man souverän mit 4:2. Gegen die Bayern war der Sieg etwas glücklich, weil München über weite Strecken dominant war. Aber in der letzten halben Stunde zeigten die Borussen ihr wahres Gesicht und nutzten die wenigen Chancen eiskalt. Das trifft vor allem auf Linksverteidiger Ramy Bensebaini zu, der mit einem Doppelpack die Bayern-Führung durch Ivan Perisic drehte.

In der Europa League knüpfte die Borussia zunächst an die zweite Halbzeit gegen Bayern an. Folgerichtig ging man durch Marcus Thuram in Führung. Doch noch vor der Pause glich Basaksehir Istanbul aus. In der zweiten Halbzeit baute das Team von Coach Marco Rose dann ziemlich ab, hielt aber bis zum Schluss das 1:1. Das hätte zum Einzug in die Zwischenrunde gereicht. Doch kurz vor Schluss kassierte man im Anschluss an einen Freistoß doch noch das 1:2 und schied durch die Niederlage aus. Trainer Rose war entsprechend enttäuscht, richtete seinen Blick aber bereits auf die Partie in Wolfsburg:

„So können Fußballspiele laufen. Wir haben sehr gut angefangen, einige Situationen aber nicht sauber genug ausgespielt. Es schmerzt sehr, wir wollten unbedingt überwintern, danach angreifen, hatten hart für dieses Endspiel gearbeitet. Einen Tag wird die Stimmung geknickt sein, dann kommt Wolfsburg. Jeder weiß doch, wie das Geschäft funktioniert.“

Voraussichtliche Aufstellungen

Wolfsburg

Casteels – Bruma, Guilavogui, Brooks – Schlager, Arnold – William, Roussillon – Mehmedi – Weghorst, Joao Victor

Gladbach

Sommer – Lainer, Ginter, Elvedi, Wendt – Kramer, Hofmann – Benes – Herrmann, Plea, Thuram

Mein Tipp

Wolfsburg will den Europa-League-Schwung mitnehmen, Gladbach den Europa-Frust vergessen. Das läuft auf ein Unentschieden hinaus. Dieses 1:1 hilft aber keinem so richtig weiter. .
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