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Bundesliga Powerranking – Alles neu! Alles neu?

Supercup: Borussia Dortmund - FC Bayern M¸nchen 14.08.2016. Mats Hummels (FCB) mit seinen ehemaligen Mitspielern Gonzalo Castro (li.) und Marcel Schmelzer (beide BvB). HM Supercup Borussia Dortmund FC Bavaria Munich 14 08 2016 Mats Hummels FCB with his former Players Gonzalo Castro left and Marcel Schmelzer both Borussia HM

Endlich wieder Bundesliga! Die 54. Saison der deutschen Eliteliga beginnt mit der Begegnung zwischen dem FC Bayern München und Werder Bremen. Wieder gilt der Rekordmeister als großer Favorit. Doch die Konkurrenz hat aufgerüstet und könnte den Bayern so gefährlich wie lange nicht mehr werden. Und mit dabei sind nicht nur die üblichen Verdächtigen, wie auch das Powerranking zur Bundesliga beweist.


1. FC Bayern München

Der Top-Neuzugang: Mats Hummels. Die ideale Ergänzung für Jerome Boateng. Der Ex-Dortmunder soll dem ewigen Partnerwechsel ein Ende bereiten und der Bayern-Abwehr mehr Konstanz verleihen.

Der Trainer: Carlo Ancelotti. Der Pep-Befreier. Guardiola hat den FC Bayern individuell und als Mannschaft stärker gemacht, jede Einzelnen auf ein Top-Niveau gehoben, dabei aber auch immer die Zügel in der Hand gehalten. Mit Ancelotti wird sich das ändern. Ob es dem FC Bayern guttun wird, wird sich zeigen. Wenn Misserfolg eintritt, werden die Vergleiche mit Pep nicht alle auf sich warten lassen.

Pro und Contra: Eigentlich spricht so gut wie alles für den FC Bayern – die Mannschaft ist eingespielt und heiß, sie wurden punktuell verstärkt. Aber: Arjen Robben ist öfter verletzt, Franck Ribery auch, Douglas Costa hat keine Vorbereitung absolviert, Kingsley Coman nur eine halbe. Droht den Bayern ein Außenproblem? Unterschätzt werden darf das nicht.

Die Prognose: Die Bayern werden Meister, sollten aber längst keinen Durchmarsch feiern wie in den letzten Jahren. Die Konkurrenz ist stärker geworden.

2. Bayer Leverkusen

Der Top-Neuzugang: Kevin Volland. Die Offensive ist ohnehin das Prunkstück der Leverkusener Mannschaft – mit Volland hat man sich aber in der Spitze deutlich verstärkt. Der Nationalspieler wird auch in die Fußstapfen von Stefan Kießling treten.

Der Trainer: Roger Schmidt. Der Antreiber. Manchmal verliert er die Beherrschung, hier und da die Fassung. Aber sportlich ist Schmidt unumstritten. Auch in der schwierigen Phase hielt Bayer in der Vorsaison zu ihm – und behielt recht. Auch weil Schmidt nicht hartnäckig blieb – wie im Fall von Stefan Kießling – und eine Lösung suchte und sie fand.

Pro und Contra: Die Mannschaft hat in allen Mannschaftsteilen an Qualität dazugewonnen: In der Innenverteidigung ist mit Alex Dragovic ein Wunschspieler dazugekommen, mit Julian Baumgartlinger ist ein arrivierter Bundesliga-Spieler für das Zentrum geholt worden, der mehr Stabilität in die Mannschaft bringen sollte. Mit Volland ist ein Bundesliga-Spitzenspieler für die Offensive geholt worden. Schwachstellen gibt es kaum noch, aber Bayer muss das alljährliche Konstanzproblem lösen.

Die Prognose: Bricht Bayer – wie in den letzten Jahren oft passiert – nicht während der Saison ein, könnte die Werkself in der Bundesliga für Furore sorgen und selbst die Bayern den Atem spüren lassen.

3. Borussia Dortmund:

Der Top-Neuzugang: Ousmane Dembele. Der BVB hat mit Mario Götze, Andre Schürrle, Emre Mor, Sebastian Rode und Co. stark aufgerüstet, aber Dembele scheint die größte Attraktion der Saison zu werden. Die Auftritte in der Vorbereitung machen Geschmack auf mehr.

Der Trainer: In seiner zweiten Saison ist der BVB noch mehr Tuchel als zuvor. Der BVB-Coach stellte seine eigene Mannschaft zusammen, kann nun nochmehr nach seinen eigenen Vorstellungen spielen lassen. Es wird interessant zu beobachten, welchen nächsten Schritt der BVB gehen wird.

Pro und Contra: Der BVB hat mit Hummels, Mkhitaryan und Gündogan viel Substanz verloren, mit Götze, Schürrle und Co. aber auch viel Substanz gewonnen. In der Statik des Spiels wird sich etwas verändern – das wird Zeit in Anspruch nehmen. Der BVB wird viele Spiele gewinnen, aber dennoch muss die Achse erst einmal ersetzt werden.

Die Prognose: Der BVB ist ein spannendes Gebilde. Spielt sich die junge Mannschaft ein, gepaart mit den Arrivierten, werden die Borussen schwer zu bezwingen sein. Bis dahin könnte Dortmund aber noch etwas Zeit benötigen – und den einen oder anderen Rückschlag einstecken.

4. FC Schalke 04

Der Top-Neuzugang: Breel Embolo. Der Schweizer ist eine „Maschine“. Wenn er sich an das Bundesliga-Tempo gewöhnt, werden die Schalker Leroy Sane, der zu Manchester City abgewandert ist, schnell vergessen.

Der Trainer: Markus Weinzierl ist im zweiten Anlauf auf Schalke angekommen. Der Shootingstar der Trainerszene wird mit seinen Ideen frischen Wind auf Schalke wehen lassen. Wichtig: Er hat mit Christian Heidel eine sportliche Führungskraft an seiner Seite, die auch in schwierigen Zeiten nicht die Beherrschung verliert.

Pro und Contra: Heidel und Weinzierl – das macht Hoffnung auf königsblaue Glückstage. Heidel hat eine klare Struktur und eine klare Idee, was die Vereinspolitik angeht. Weinzierl eine klare Idee, wie er Fußball spielen lassen will. Dazu hat Schalke trotz Abgang von Sane und Joel Matip viel an Substanz gewonnen.

Die Prognose: Mit Schalke ist wieder zu rechnen!

5. Borussia Mönchengladbach

Der Top-Neuzugang: Christoph Kramer. Der verlorene Sohn ist zurückgekehrt. Gladbach braucht die ordnende Hand des Mittelfeldspielers, Kramer die Gladbacher Umgebung, wieder an alte Zeiten zu knüpfen.

Der Trainer: Andre Schubert. Man hatte das Gefühl, dass die Gladbacher in der Vorsaison darauf gewartet haben, bis Schubert endlich verliert, dass man den Interimscoach wieder ersetzen kann. Aber Schubert gewann. Und gewann. Und gewann. In seiner ersten Saison als Cheftrainer steht Schubert unter Beobachtung.

Pro und Contra: Gladbach hat schlau eingekauft, aber mit Xhaka, Stranzl und Nordtveit auch Säulen verloren. Die Borussen spielen vorne mit – ob es für die Champions League reicht, bleibt abzuwarten.

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