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Ist Dreßen auch in Beaver Creek der Schnellste?

Thomas Dreßen, in Beaver Creek genauso stark wie in Lake Louise?

imago images/GEPA pictures, Wolfgang Grebien | Am letzten Wochenende feierte Thomas Dreßen in Lake Louise ein märchenhaftes Comeback!

Märchenhaftes Comeback für Abfahrer Thomas Dreßen in den Rockys. Ein Jahr fiel er wegen einer schweren Knieverletzung aus. Doch gleich beim ersten Rennen war der Deutsche nicht zu schlagen. Findet der DSV-Athlet auch beim zweiten Downhill die schnellste Linie?


Kaum zu fassen, was da am letzten Wochenende passiert ist. Vor einem Jahr stürzte Deutschlands Speedstar Thomas Dreßen bei der Abfahrt in Beaver Creek schwer. Mit katastrophalen Folgen: Die Schulter war lädiert, ein Knie kaputt, die Saison schon am Anfang gelaufen. Doch der 26 Jahre alte Garmisch-Partenkirchner verzweifelte nicht, schob sämtliche Gedanken vom vorzeitigen Karriereende an Seite. Stattdessen konzentrierte er sich voll auf die Reha und aufs Training. Es hat sich gelohnt: In Lake Louise bretterte er gleich in der ersten Abfahrt des Winters am schnellsten die Skipiste runter. Ein phänomenales Comeback!

Die Abfahrt in Beaver Creek im TV oder Livestream

Zu sehen gibt es das Rennen live ab 18:55 Uhr beim ZDF und EUROSPORT.

Topten der Abfahrt in Lake Louise

PO Name Nation Zeit/Abstand
1 Thomas Dreßen GER 1:46.81 min
2 Dominik Paris ITA +0.02 sek
3 Carlo Janka SUI +0.26 sek
3 Beat Feuz SUI +0.26 sek
5 Matthias Mayer AUT +0.42 sek
6 Mauro Caviezel SUI +0.47 sek
7 Vincent Kriechmayr AUT +0.66 sek
8 Kjetil Jansrud NOR +0.80 sek
9 Adrien Theaux FRA +1.12 sek
10 Steven Nyman USA +1.31 sek

Dreßens Vorfreude auf Beaver Creek

Vom kanadischen Lake Louise ging es für die schnellsten Skifahrer der Welt einmal die Rocky Mountains runter Richtung Süden. Dort in Colorado ist der nächste Stopp des alpinen Skiweltcups. Auf der Piste in Beaver Creek hatte Thomas Dreßen vor einem Jahr seinen schweren Sturz. Der ist noch nicht vergessen, sein Knie spürt er heute noch regelmäßig beim Treppensteigen. Aber Angst vor einem Widersehen bzw. Wiederbefahren hat Dreßen nicht:

„Auf die Rennen in Beaver Creek freue ich mich sehr – egal was letztes Jahr passiert ist. Es wird sicherlich beim ersten Training noch im Kopf sein, aber die Abfahrt ist und bleibt eine meiner Lieblingsstrecken. Ich bin hier beim ersten Auftritt gestürzt, beim zweiten Mal aber auch schon Dritter geworden, insofern gebe ich der Strecke keine Schuld.“

Nur ein Training in Beaver Creek

Der Abfahrt am Samstag in Lake Louise folgte am Sonntag der Super G. Dort fuhr der Südtiroler Dominik Paris erneut auf Platz zwei. Thomas Dreßen schaffte es auf Rang zehn. Dieses Mal war der Österreicher Matthias Mayer der Schnellste. Wer ist am Samstag am Downhill in Beaver Creek die Nummer eins? Schwer zu sagen, Thomas Dreßen gibt sich auf jeden Fall sehr zurückhaltend:

„Nach dem ersten Rennwochenende will ich es ganz locker und ohne Druck angehen. Ich möchte Spaß haben und mit einem guten Gefühl wieder abreisen. Ich hoffe, dass ich ein paar Punkte mitnehmen kann, denn ich gehe nicht davon aus, dass es ergebnistechnisch so weiter geht wie in Lake Louise.“

Wegen der bescheidenen Wetterverhältnisse konnten die Athleten nur ein einmal mit Stoppuhr die Piste runterbrettern. Am Mittwoch fand das einzige Training statt. Der US-Amerikaner Ryan Cochran-Siegle fuhr mit 1:41.37 min die Bestzeit, 0.25 sek dahinter folgte der Norweger Aleksander Aamodt Kilde sowie Matthias Mayer (+0.30 sek). Und nur weitere 0.08 Sekunden hinter Mayer fuhr Dreßen durch die Zeitschranke. Sieht ganz so aus, als könnten wir vom Garmisch-Partenkirchner auch am Samstag wieder einiges erwarten. Der Schweizer Topfavorit Beat Feuz fuhr übrigens nur so gerade noch in die Top 20. Als 19ter hatte er 1.37 sek Rückstand auf Cochran-Siegle.

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