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Alles Süper #41: Es knistert

Bei wem wird am Ende alles süper?

Bei wem wird am Ende alles süper?

Und plötzlich wird es in der Süper Lig richtig spannend. Den Tabellenführer Besiktas und den Dritten Galatasaray trennen gerade mal drei Punkte. Das Spitzentrio rechnet sich Titelchancen aus, doch die besten Karten hat nach wie vor Besiktas. Die Ausgangslagen, die personelle Situation und mehr in Alles Süper #41.


Besiktas – Karagümrük

Die Ausgangslage: Besiktas hätte am Wochenende mit einem Sieg beim Derby unter Umständen die Meisterschaft perfekt machen können. Nach dem 1:3 bei Galatasaray und dem gleichzeitigen Sieg von Fenerbahce ist es plötzlich spannend geworden. Fenerbahce ist mit zwei Punkten auf Tuchfühlung, Galatasaray wartet mit drei Punkten Rückstand dahinter. Für Besiktas-Trainer Sergen Yalcin kein Problem: „Das war keine gute Nacht, aber das gehört beim Fußball dazu. Ich kenne keine Regel, die besagt, dass wir jedes Spiel gewinnen müssen.“ Vier Punkte aus zwei Spielen würden Besiktas reichen, um den Titel zu holen. Den Anfang will man gegen Karagümrük machen. Der Stadtrivale hat, was diese Saison angeht, keine großartigen Ziele mehr und kann frei aufspielen. Ein Vorteil für Besiktas?

Die personelle Lage: Besiktas hat große Personalsorgen, die man vor allem beim Derby gespürt hat. Auf der Bank saßen mit zwei Ausnahmen nur Nachwuchsspieler ohne Profierfahrung und Sergen Yalcin bekam nicht mal die ganze Bank voll. Vor allem in der Offensive wiegen die Ausfälle von Vincent Aboubakar, Cenk Tosun und Co. schwer. Nun ist auch der Kopf der Mannschaft gesperrt: Atiba Hutchinson. Der Kanadier ist Dreh- und Angelpunkt bei Besiktas. Sein Ausfall wird zu spüren sein.

Mein Tipp: Weniger als 2,5 Tore

Fenerbahce – Sivasspor

Die Ausgangslage: Das Tor in der fünften Minute der Nachspielzeit veränderte für Fenerbahce so gut wie alles. Hätte Enner Valencia das Siegtor in Ankara nicht geschossen, hätte Fener sogar Platz 2 verloren. Jetzt ist man auf zwei Punkte an Besiktas herangerückt und träumt vom Titel, den man schon längst verloren geglaubt hatte. Trainer Emre Belözoglu sieht die Zeichen der Zeit: „Ich glaube nicht an Zufälle.“ Unter ihm legte sich Fener die Fesseln ab, spielt zwar immer noch nicht wie aus einem Guss, aber deutlich mutiger und beherzter als noch unter Vorgänger Erol Bulut. Doch Fener hat nun ein richtiges Kaliber zu knacken: Sivasspor ist seit 17 (!) Spielen ungeschlagen und kämpft um den Einzug in die Europa League und muss dafür siegen.

Die personelle Lage: Bei Fenerbahce hat sich an der Personallage nichts verändert. Torhüter Altay Bayindir fällt schon länger aus und wird es bis zum Saisonende auch tun. Abwehrspieler Serdar Aziz wird auch seit Wochen von Marcel Tisserand vertreten. Viele Gründe, um die Mannschaft umzubauen hat Belözoglu nicht. Bei Gegner Sivasspor fehlt mit Yatabare der wichtigste Angreifer, aber das auch nicht zum ersten Mal.

Mein Tipp: Beide Mannschaften treffen

Denizlispor – Galatasaray

Die Ausgangslage: Der überzeugende Derby-Sieg hat Galatasaray Aufwind gegeben und dennoch ist die Ausgangslage nicht einfach. Besiktas muss mindestens einmal verlieren und auch die Tordifferenz aufholen. Da kommt aber Denizlispor gerade richtig. Der Tabellenletzte steht als Absteiger fest, viele Spieler haben den Klub bereits verlassen, andere sind verletzt. Bei Gala rechnet man sich aus, dass hier an der Tordifferenz Verbesserungen möglich sind. Aber die Gelb-Roten müssen auch auf einen Ausrutscher von Fenerbahce hoffen und das macht die Sache für Galatasaray nicht einfacher.

Die personelle Lage: Vor dem Duell in Denizli, das für Tordifferenz wichtig ist, fallen mit Radamel Falcao und womöglich auch Mostafa Mohamed die beiden wichtigsten Stürmer aus. Bei Mohamed gibt es eine kleine Resthoffnung, dass er dabei ist, aber dann auch nicht für 90 Minuten. Ansonsten dürfte Terim die Spieler bringen, die gegen Besiktas überzeugt haben. Bei Denizli ist die Lage prekär. Trainer Ali Tandogan spielt mit dem letzten Aufgebot.

Mein Tipp: Handicap-Sieg Galatasaray

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