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Fulham – Villa: Die Premier League ruft

Birjir Bjarnason von Aston Villa beim Gastspiel in Fulham beim Torschuss.

Birkir Bjarnason von Aston Villa beim Torschuss im Spiel gegen Fulham.

Am Samstag blickt ganz England auf das Wembleystadion in London. Der FC Fulham bittet Aston Villa zum Tanz. Der Sieger darf sich über die Rückkehr in die Premier League und ganz nebenbei auf eine satte Finanzspritze durch den Aufstieg freuen. 90, maximal 120 Minuten entscheiden über das ganz große Geld.


Die Championship in England ist wahrlich nichts für Weicheier. Satte 46 Spiele haben die Klubs bis zum Saisonende zu bestreiten. Im Falle des FC Fulham und Aston Villa sind es sogar noch mehr. Diese beiden Teams spielen am Samstag um 18:00 Uhr den dritten Aufsteiger nach Wolverhampton und Cardiff in die Premier League untereinander aus. Fulham setzte sich auf dem Weg ins Finale gegen Derby County (0:1, 2:0) durch, Villa gewann knapp gegen den FC Middlesbrough (1:0, 0:0). Es könnte ein ganz enges Ding werden. In der regulären Saison konnten beide Mannschaften im direkten Duell einen Sieg verbuchen.

Fulham in der Liga vorne

Schaut man nur auf das Abschneiden in der Liga, hat Fulham vielleicht einen kleinen Vorteil. Die Cottagers haben die Saison auf dem dritten Platz abgeschlossen. Nur zwei Punkte fehlten zum direkten Aufstieg. Von den 46 Spielen hat man nur achtmal verloren. Dem standen 25 Siege und 13 Unentschieden gegenüber. Eine ganz starke Bilanz für das spielstarke Team aus dem Craven Cottage. Nur die erstplatzierten Wolverhampton Wanderers haben mit sieben Pleiten weniger oft verloren. Nach vier Jahren im Unterhaus soll es nun endlich mit der Rückkehr in die Premier League klappen.

Villa hat das Jahr auf Rang vier mit fünf Punkten Rückstand zum FC Fulham beendet. Der Klub aus Birmingham war ebenfalls stark, musste allerdings elf Pleiten über sich ergehen lassen und konnte einen Sieg weniger verbuchen. Dafür ist Villa der Klub mit den größeren Erfolgen. Fulham hat bislang noch gar keinen Titel gewonnen, Villa unter anderem schon sieben englische Meisterschaften, siebenmal den englischen Pokal und gar einmal den Europapokal der Landesmeister. Villa ist erst zwei Jahre in der Championship dabei. Es sind die ersten Playoffs für das Team von Coach Steve Bruce.

Bilanz fast ausgeglichen

Das Abschneiden in der Liga und alte Erfolge spielen am Samstag aber keine Rolle mehr. Es kommt darauf an, was die beiden Teams über 90 oder vielleicht sogar 120 Minuten auf dem Rasen zustande bringen. Doch der direkte Vergleich gibt keine Auskunft, wer im Playoff-Finale als Sieger vom Platz gehen könnte. Nach 62 Duellen ist die Bilanz mit 21 Siegen für Fulham und 20 Siegen für Villa fast ausgeglichen. In den vier Vergleichen in der Championship seit Villas Abstieg setzte sich immer die Heimmannschaft durch. Jetzt wird auf neutralem Boden gespielt. Da könnte man es doch mit einem Unentschieden nach 90 Minuten versuchen. Würde auch irgendwie zur Bilanz passen. Das bringt eine ODDSET-Quote von 2,9.

Andererseits liegt das Wembleystadion in London und Fulham darf dadurch zumindest in der eigenen Stadt antreten. Ob das tatsächlich ein Vorteil ist, wird man sehen. Wenn man aber offensiv so stark auftritt wie in der Liga, wird es für Villa richtig schwer. Fulham hat starke 79 Tore geschossen. Auch das ist der zweitbeste Wert hinter Wolverhampton (82). Aber darauf ausruhen kann sich der FFC nicht. Auch Villa ist offensiv mit 72 Treffern richtig stark und ganz nebenbei stellt der Klub mit 42 Gegentoren auch noch die drittbeste Defensive. Bei den letzten fünf Siegen haben sie kein Gegentor zugelassen. Trifft auch am Samstag nur maximal eine Mannschaft, gibt es eine Quote von 1,65. Fallen mehr als 2,5 Treffer im Spiel, 2,05.

Villa setzt auf Terry, Fulham auf Sessegnon

Spielerisch befinden sich beide Mannschaften eigentlich auf Augenhöhe. Einzelspieler könnten die Partie aber durchaus entscheiden. Bei Villa hofft man auf die Erfahrung eines John Terry. Der frühere Chelsea-Star ist beim Klub aus Birmingham immer noch eine feste Größe und mit seiner Erfahrung enorm wichtig. Als Abwehrchef hat er natürlich die Aufgabe, hinten die Null zu halten. Dazu muss er vor allem auf Ryan Sessegnon ein Auge werfen.

Der Mittelfeldspieler ist zwar erst 18 Jahre alt, ist aber schon jetzt der große Star im Team. Sessegnon gilt als kommender englischer Nationalspieler. 15 Tore hat er in der abgelaufenen Saison erzielt, sechs weitere vorbereitet. Es könnte sein Spiel werden. Sollte er Fulham zurück in die Premier League führen, würde er dem Klub auch ganz nebenbei 200 Millionen Euro in die Kassen spülen. So viel steht nach Analysen ungefähr auf dem Spiel. Natürlich nur für den Sieger. Die finanzielle Lage der Premier League macht das möglich.

Statistiken:

Die letzten 5 Spiele:

FC Fulham
Aston Villa

So könnten sie auflaufen:

Fulham: Bettinelli, Targett, Ream, Odoi, Frederick – Cariney, McDonald, Johansen – Sessegnon, Mitrovic, Kamara

Villa: Jonstone – Hutton, Chester, Terry, Bree – Sondgrass, Jedinak, Grealish, Hourihane, Adomah – Grabban

Mein Tipp:

Ich sehe in dieser Partie keinen klaren Favoriten und kann mich auch auf keinen Sieger nach 90 Minuten festlegen. Daher tippe ich, dass die Entscheidung um den Aufstieg erst in der Verlängerung oder im Elfmeterschießen fallen wird. Ich lege mich auf ein 1:1 nach 90 Minuten fest. Dieser Ergebnistipp bringt eine Quote von 5. Für 2-3 Tore gibt es außerdem 1,8.

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