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Australien – Deutschland: Weltmeister will guten Start in den Confed Cup

Imago/Bernd Müller: Jonas Hector (r.) war schon beim letzten Duell gegen Australien vor zwei Jahren dabei.

Imago/Bernd Müller: Jonas Hector (r.) war schon beim letzten Duell gegen Australien vor zwei Jahren dabei.

Bis auf Julian Draxler, Shodran Mustafi und Matthias Ginter hat Bundestrainer Joachim Löw keine Weltmeister von 2014 für das WM-Vorbereitungsturnier in Russland nominiert. Dennoch ist das Team im Auftaktspiel am Montag gegen Australien Favorit.


Mit Australien als erstem Turniergegner hat das DFB-Team gute Erfahrungen gemacht: 2010 traf die junge Löw-Elf um Mesut Özil, Sami Khedira und Manuel Neuer bei der WM in Südafrika auch schon auf die Jungs von Down Under und siegte mit 4:0. Damals erzielten Lukas Podolski, Miro Klose, Thomas Müller und Cacau die Tore.

Auch beim Confed Cup 2005 in Deutschland war Australien der Auftaktgegner. Damals hieß es in Frankfurt am Ende 4:3 für das DFB-Team. Wieder war Podolski für das Team von Jürgen Klinsmann erfolgreich, dazu netzten auch Kapitän Michael Ballack per Elfmeter, Kevin Kuranyi und Per Mertesacker.

Australien mit ein paar alten Bekannten

Im Januar 2015 hatten die „Aussies“ die Asienmeisterschaft, an der sie seit 2007 teilnehmen, erstmals gewonnen (2:1 n.V. über Südkorea) und sich deshalb für den Confed Cup qualifiziert. Bekannteste Akteure sind der Stuttgarter Torhüter Mitch Langerak, Mittelfeldmann Milos Degenek, der bis Januar 2017 bei 1860 München kickte, und die Offensivkräfte Tim Cahill, Robbie Kruse und Mathew Leckie. Letzterer wechselt zur neuen Saison von Absteiger FC Ingolstadt zu Hertha BSC. Kruse war in Deutschland bereits für Fortuna Düsseldorf, Bayer Leverkusen und den VfB Stuttgart aktiv. Und Cahill spielte lange in der Premier League beim FC Everton.

In der Vorbereitung auf das Turnier in Russland maß sich das Team aus Down Under zuletzt mit Rekordweltmeister Brasilien. Am Ende hieß es 4:0 für die Südamerikaner. Bereits nach zehn Sekunden hatten sie Torhüter Langerak überwunden, obwohl Australien Anstoß hatte. Gegen Deutschland will man es besser machen, sagt Mathew Leckie:

„Wir wissen, dass wir, wenn wir gut spielen, unseren Fußball spielen und tun, was wir können, gute Ergebnisse gegen die Besten erzielen. Ich habe fünf Jahre in Deutschland gespielt. Deshalb kenne ich die Spieler sehr gut. Ich freue mich sehr darauf, gegen sie zu spielen und zurück in Deutschland dann sagen zu können, dass wir sie geschlagen haben.“

Deutschland trotz zahlreicher Absenzen Favorit

Beim Weltmeister fehlen die großen Namen. So sind etwa Manuel Neuer, Toni Kroos, Thomas Müller oder Mats Hummels nicht dabei. Allerdings zeigte die junge Truppe um Kapitän Julian Draxler bereits beim 1:1 gegen Dänemark und dem 7:0 in der WM-Qualifikation gegen San Marino bereits, dass mit ihr beim Confed Cup zu rechnen ist.

Allen voran Stürmer Sandro Wagner, dem drei Tore gegen San Marino gelangen, und Mittelfeldakteur Leon Goretzka überzeugten. Auch Joshua Kimmich traf gegen Dänemark und bereitete mit seinen Flanken von der rechten Seite vier Tore vor. Nicht zuletzt deshalb ist der Weltmeister Favorit gegen Australien. Das sieht auch Manager Oliver Bierhoff so:

„Die Erwartungshaltung gegen Australien ist ein Sieg. Aber die Mannschaft ist natürlich noch in der Kennenlernphase. Das tollste Ergebnis wäre für mich, wenn wir als Mannschaft auftreten und die Art und Weise, wie wir spielen wollen, umgesetzt wird. Australien ist dafür bekannt, dass sie körperlich sehr stark sind. Meine Erkenntnis ist aber, dass sie nicht mehr nur Kick and Rush spielen, sondern auch versuchen, den Ball laufen zu lassen.“

Letzte fünf Spiele Australien:

0:4 gegen Brasilien (INTF)

3:2 gegen Saudi Arabien (WMQ)

2:0 gegen die Vereinigten Arabischen Emirate (WMQ)

1:1 im Irak (WMQ)

2:2 in Thailand (WMQ)

Letzte fünf Duelle:

Deutschland-Australien 2:2 (INTF 2015)

Deutschland-Australien 1:2 (INTF 2011)

Deutschland-Australien 4:0 (WM 2010)

Deutschland-Australien 4:3 (Confed Cup 2005)

Australien-Deutschland 0:3 (WM 1974)

Letzte fünf Spiele Deutschland:

7:0 gegen San Marino (WMQ)

1:1 in Dänemark (INTF)

4:1 in Aserbaidschan (WMQ)

1:0 gegen England (INTF)

0:0 in Italien (INTF)

Voraussichtliche Aufstellungen:

Australien: Langerak – Luongo, Milligan, Wright – Troisi, Sainsbury, Degenek, Cahill – Kruse, Behich, Leckie.

Deutschland: Leno – Kimmich, Mustafi, Rüdiger, Hector – Goretzka, Rudy – Draxler, Brandt – Werner, Wagner.

Mein Tipp:

Die junge Löw-Elf nimmt auch die Hürde Australien souverän und gewinnt mit 3:1. Die Weichen für das Erreichen des Halbfinales beim Confed Cup sind damit gestellt.

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