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Frankenderby Teil Zwei im BBL-Pokal

Würzburgs Flügelspieler Cookes (r.) mit dem Abschluss gegen Bambergs Big Man Alexander (l.)

Imago/HMB-Media | Bambergs Neuzug Alexander (l.) in der Defense gegen Würzburgs Cooks (r.)

Wenige Tage nach dem Saisonauftakt der BBL treffen Bamberg und Würzburg erneut aufeinander, diesmal im BBL-Pokal. Die erste Runde steht an und Würzburg möchte die knappe 80:84-Niederlage aus dem ersten Spieltag wett machen.


Schreibt auch der BBL-Pokal seine eigenen Gesetze? Frei nach dem Pokal im Fußball müsste der Kleine eine gute Chance haben, den Großen zu schlagen. Dieser ist Brose Bamberg. Vor einem Jahr noch Serienmeister und Sieger im ersten Spieltag auswärts bei s.Oliver Würzburg. Die kommen mit Wut und Motivation nach Bamberg und wollen den Favoriten aus dem Pokal kanten.

Bamberg in typischer Rolle

Easy war der 84:80-Erfolg in Würzburg am ersten Spieltag nicht. Routiniert und standesgemäß hingegen schon. Brose Bamberg wurde seiner Rolle als Favorit gerecht und startete gut in die neue Spielzeit.

Unter dem neuen Coach Ainars Bagatskis brillierte Bamberg vor allem unter dem Brett. Die Big Men Augustine Rubit (24 Pts. und 8 Rebounds) sowie Stefan Jelovac (17 Pts. und 6 Rebounds) dominierten. Ex-Würzburger Maurice Stuckey tat mit 13 Punkten sein übriges und Bamberg machte den Sieg in der Crunch-Time klar.

Der Lette Bagatskis setzt vor allem auf die Kontrolle des Rebounds, das Passspiel (20 Assists als Team) und den Zug zum Korb. Bamberg verzeichnete +8 Freiwürfe. Neben den genannten Akteuren konnte sich vor allem der Europa-Star Tyrese Rice schnell akklimatisieren. Rice spielte bereits in der BBL und wird einer der besten Spieler auf der Aufbauposition sein in diesem Jahr.

Bamberg setzte sich im ersten Spiel gegen Würzburg im zweiten und vierten Viertel ab. Das Talent für einen tödlichen Run hat die Mannschaft allemal.

ODDSET sieht Brose Bamberg als Favoriten auf den Sieg bei einer Quote von 1,20. Das Handicap liegt bei -8,5 (Quote: 1,75).

Würzburg auswärts und außenseitig

Die Chance war in der Crunch-Time da. Nach einem sehr guten ersten Viertel (+6), verloren die Franken aber alle drei weiteren Abschnitte gegen den Lokalrivalen. Würzburg hat etliche neue Spieler zu integrieren und dazu auch noch einen neuen Coach. Denis Wucherer will schnell spielen und einfache Abschlüsse generieren.

Das hat im ersten Abschnitt gut funktioniert. Insgesamt konnte seine Mannschaft diese Qualität aber nicht halten. Bamberg verlangsamte das Spiel, ging über die großen Spieler und zwang Würzburg in eine Dreierquote von rund 32 Prozent. Zu wenig, um das Powerhouse aus der Nachbarschaft zu stürzen.

Wucherers System braucht noch ein wenig Zeit. Außerdem ist es fraglich, ob der Kader kontinuierlich stabil von außen treffen kann. Das muss in Bamberg allerdings passieren, da der Gast unter dem Brett nicht genügend Masse besitzt, um dagegenhalten zu können.

ODDSET sieht s.Oliver Würzburg als Außenseiter auf den Sieg bei einer Quote von 4,00. Das Handicap liegt bei +8,5 (Quote: 1,75).

Die X’s-and-O’s

Bamberg erlaubte Würzburg nur drei Offensiv-Rebounds und gewann das Duell der Abpraller mit 36:28. Was der Breite des Kaders, aber auch den schnellen Abschlüssen auf Würzburger Seite geschuldet war.

Wucherer will auch in Bamberg schnell spielen. Ob das in der Ferne zu Beginn der Partie genau so gut klappen wird, wie beim Saisonauftakt ist fraglich. Viele schnelle Dreier bedeuten auch weniger Freiwürfe, wie in der ersten Partie. Finden die Würzburger nicht gleich die heiße Hand, wird Bamberg erneut den Rebound und damit das Tempo kontrollieren.

Von den vergangenen 20 Partien gewann Bamberg 19. Die drei jüngsten Partien wurden allerdings mit vier oder weniger Punkten entschieden.

Mein Tipp für den Auftakt im BBL-Pokal

In der Vorbereitung zeigte sich Würzburg durchaus als offensiv potent. Die Mannschaft setzt Denis Wucherers Vorgaben gut um. Gegen die Defense der Bamberg trafen sie allerdings nur 4-22 Dreiern.

Bamberg war zwar nicht wirklich besser – vor allem Tyrese Rice mit 1-7 aus der Ferne. Doch der Ex-Meister hat mehrere Optionen, um zu punkten. Das wird erneut den Unterschied ausmachen. Ohne EuroLeague wird Bamberg außerdem erneut den Fokus auf die nationalen Wettbewerbe lenken und beim Heimauftakt eine gute Figur machen wollen.

Ich gehe mit Brose Bamberg -8,5 bei einer Quote von 1,75.

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