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BBL-Finals: Dominiert Bamberg auch in Oldenburg?

Matchwinner Lo (r.) von Brose Bamberg im Duell mit Oldenburgs Lockhart (l.)

Bambergs Lo (r.) beim Drive gegen Oldenburgs Lockhart (l.) in Spiel 1 der BBL-Finals

Der Auftakt BBL-Finals brachte einen deutlichen Sieg für den amtierenden Meister. Können die EWE Baskets auf eigenem Parkett ausgleichen, oder bringen die Franken die Serie zu einer Vorentscheidung?


Soviel zum Thema „Oldenburg bleibt auf 13 Punkte dran“. Der Bamberger Start in Spiel 1 der BBL-Finals fegte Oldenburg mit einem 11-0-Lauf direkt mal aus dem Wasser. Nach den ersten zehn Minuten führte der Favorit mit 24:6. Bleibt’s so deutlich und wird es deswegen eine langweilige Serie für den wettbegeisterten Fan? Hier entlang.

Frische Bamberger 

Drei Siege, keine Niederlage im Halbfinale gegen den FC Bayern bedeutete auch mehr Tage Pause für den Favoriten. Bamberg startete mit viel Energie und hoher Aggressivität in der Defense. Ball Movement war exzellent und Basis der frühen Führung. Fünf Spieler punkteten zweistellig. Wie vor Spiel 1 besprochen – Oldenburgs Defense ist nicht elitär. Was das Team von Andrea Trinchieri ausnutzte und den müden Kontrahenten viel laufen ließ.

In der Defense stand Bamberg eng am Gegner und nahm die Oldenburger Distanzschützen aus dem Spiel. Lediglich drei Dreier trafen das Ziel – bei 26 Versuchen. Der Meister stellte sich ideal auf die EWE Baskets ein und attackierte die Schwächen. Die Partie war zur Halbzeit eigentlich schon gegessen. Auch auswärts ist Brose Bamberg der Favorit auf den Sieg. ODDSET gibt dem Meister eine Quote von 1,10 für einen Erfolg auf fremdem Parkett. 

Müde Oldenburger  

Bamberg hatte Zeit, sich zu erholen und die Taktik festzulegen. Oldenburg nur etwas mehr als einen Tag, nach der langen Serie gegen Ulm. Die steckte den Spielern in Knochen. Gerade zu Beginn wirkten die EWE Baskets behäbig. Gegen Bamberg ist das tödlich. Im zweiten und dritten Viertel fing sich Oldenburg ein wenig in der Offense. Was erneut zu Buche schlug, war die schwache Ausbeute von der Freiwurflinie. Sieben (!) Versuche über das gesamte Spiel hinweg – gegenüber 23 auf Bamberger Seite. Oldenburgs Star, Rickey Paulding wurde gut aus dem Spiel genommen. Bamberg besitzt mehrere Verteidiger, die sie auf den Amerikaner werfen können. Lediglich zwei Zähler markierte dieser nach der Halbzeit. 

Die Ausgangsposition war für den haushohen Außenseiter nicht ideal. Fast keine Ruhepause zwischen den Serien, kaum Vorbereitungsmöglichkeit und dann noch gegen das Superteam der easyCredit BBL. Auch mit mehr Pause ist Oldenburg der Außenseiter in eigener Halle. ODDSET gibt dem Hausherrn eine Quote von 5,25 für einen Sieg.

Faktoren für Spiel 2 der BBL-Finals

Wie sehr kann sich Oldenburg steigern? Sie spielen zuhause, sie haben mehr Tage Pause und können sich besser vorbereiten. Während die Playoffs bisher ein ganz anderes Oldenburg sahen – wesentlich kompakter, konzentrierter und selbstbewusster, war Spiel 1 eine Abkehr davon. 

Die EWE Baskets können besser spielen. Und sie lassen sich von herben Niederlagen nicht einschüchtern. Vor allem zuhause ist die Mannschaft von Mladen Drijencic stark genug, um heiß zu laufen. Bamberg ist allerdings sehr tief und in der Lage, die Schützen auszuschalten. Oldenburg muss die Zone attackieren und die Lücken finden. Vor allem müssen sie mehr Fouls ziehen. Aus der Mittel- und Nahdistanz trafen die Donnervögel in Spiel 1 häufiger, als Bamberg. Den Unterschied machten die Dreier und die Freiwürfe. Oldenburg muss weiterhin den Dreier suchen, verteidigt Bamberg den aber aggressiv, entstehen Lücken in der Mitte, was zu Abschlüssen und Fouls in der Zone führen muss. Außerdem bedeuten frischere Beine auch eine bessere Defense und weniger Fouls auf Oldenburger Seite. 

Mein Tipp

Auch Spiel 2 liefert bei der Siegwette klare Verhältnisse. Die Quote von 1,10 für Bamberg lohnt sich nicht, da der Einsatz schon sehr hoch sein muss, um etwas rauszuholen. Und auf Oldenburg (5,25) ist mutig, unter den gegebenen Umständen allerdings auch ein immenser Außenseiter-Pick.

Das Handicap für diese Partie liegt bei 10,5. Wer auf Oldenburg (+10,5) setzt, erhält eine Quote von 1,75. Gleiches gilt für Bamberg (-10,5). Die Schwierigkeit dieser Spiels liegt in der Unberechenbarkeit der Oldenburger in den Playoffs. Die Mannschaft hat große Rückstände und Rückschläge aufgeholt. Mladen Drijencic ist für taktische Überraschungen gut – Andrea Trinchieri hingegen der beste Coach der Liga mit dem besten Team. Das sich in den Playoffs mehr und mehr gefunden hat. 

Daher mein Tipp für Spiel 2 der BBL-Finals: Bamberg mit -10,5 bei einer Quote von 1,75.

EWE Baskets Oldenburg in Zahlen:

81,0 Punkte pro Spiel
48,0% Field Goals
38,3% 3er
31,0 Rebounds pro Spiel
18,4 Assists pro Spiel 

Brose Bamberg in Zahlen:

83,6 Punkte pro Spiel
50,5% Field Goals
41,2% 3er
34,6 Rebounds pro Spiel
19,1 Assists pro Spiel 

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