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Machen’s die Bears diesmal besser?

Die Bears wollen die Schmach von Lambeau gegen Seattle vergessen machen

Imago/Icon SMI | Chicagos Wide Receiver Robinson (l.) mit dem Catch in Halbzeit eins in Green Bay

Im Opening Week der neuen NFL-Saison standen die Chicago Bears kurz vor der Sensation und wurden im letzten Drive noch „ge-Rodgersed“. Motivation oder Knacks gegen die Seahawks?


Vor einer Woche waren die Chicago Bears das Gesprächsthema des ersten Spieltags. Grandiose drei Viertel in Lambeau Field gespielt, die Packers vorgeführt und am Ende an einem einbeinigen Aaron Rodgers abgeprallt. Zuhause, gegen die ebenfalls sieglosen Seattle Seahawks, soll gezeigt werden, dass die erste Halbzeit kein Zufallsprodukt war. Das Monday-Night-Game der NFL im Check.

Chokeago Bears oder Sleeper Team?

17-0 zur Halbzeit geführt. Zeitweise eine 20-Punkte-Führung im dritten Viertel gehabt. Am Ende 23-24 verloren. Die Chicago Bears gelten spätestens seit dem Blockbuster-Trade für Linebacker Khalil Mack zu den Sleeper Teams der NFL. Eine Mannschaft, die unverhofft für Furore sorgen kann. Konnte sie, allerdings nicht bis zum Ende. Und so grandios Aaron Rodgers in der Vorwoche auch war, die Bears luden dazu ein.

Trotz der starken Defense und dem konstanten Druck, die die Frontline auf die Packers aufgebaut hat – Quarterback Mitchell Trubisky ist der die wichtigste Komponente Chicagos. Seine Leistung fiel im Verlauf der Partie in Green Bay ab.

Completion: 23/35 für 171 Yards. Keine Touchdown-Pässe.

Chicago erinnerte an Jacksonville im vergangenen Jahr. Vor allem im Playoff-Spiel gegen New England, als Team Bortles irgendwann die Plays ausgingen und am Ende offensiv nichts mehr zustande brachten. Und das gegen eine Packers-Defense, sie nicht elitär ist, Trubisky allerdings vier mal sacken konnte. Der QB ist in seinem zweiten Jahr und wird vorsichtig ins Wasser gelassen, um ihn nicht zu früh zu verschleißen. Gerade da müssen die Bears aber mutiger sein. So mutig, wie in der Defense. Mit Juwel Mack in der Lineup ist der Gastgeber in der Lage, viel Druck aufzubauen und Spiele mit der Verteidigung zu gewinnen.

ODDSET sieht die Chicago Bears als Favoriten auf den Sieg bei einer Quote von 1,50. Das Handicap der Bears liegt bei -3,5 (Quote: 1,75).

Seattle steht unter Druck

So sehr sich die Bears zum Gespött der Woche 1 machten – Seattle machte es beim 24-27 gegen die Broncos nicht besser. Eine Führung im vierten Viertel in Denver, dann kamen in den letzten drei Angriffen des Spiel magere 3 Yards rum. Zu wenig, um mit einem Sieg aus Mile High abzureisen. Die Offense war mal wieder das Problem bei Pete Carrolls Team. Wie auch schon in den vergangenen Jahren. Trotz Russell Wilson. Damals existierte aber noch die Legion of Boom, die vielleicht beste Defense während der Super-Bowl-Jahre der Seahawks.

Davon ist Seattle etwas weiter entfernt. Die Offense soll in diesem Jahr mehr liefern. Und tat sie bis zum letzten Abschnitt auch. Dann drückte Denvers Von Miller auf den Turbo-Button, sackte Wilson drei mal und forcierte ingesamt zwei Fumbles. In ähnliches könnte Seattle im Soldier Field nun wieder rennen. In Person von Khalil Mack. Der Druck auf die O-Line wird groß sein. Seattle produzierte lediglich 13 First Downs gegen Denver.

Was aufmuntert ist allerdings die Waffenwahl von QB Russ Wilson in diesem Jahr. Mit Brandon Marshall hat Wilson einen veritablen Wide Receiver, um die Offense brummen zu lassen. So früh in der Saison stellt sich allerdings die Frage, ob Seattle ob der Änderungen im Kader bereits eingespielt ist.

ODDSET sieht die Seattle Seahawks als Außenseiter auf den Sieg bei einer Quote von 2,05. Das Handicap der Eagles liegt bei +3,5 (Quote: 1,75).

Die X’s-and-O’s

Eingespieltheit scheint das Zauberwort so früh in der Saison zu sein. Offensiv sind sowohl die Bears, als auch die Seahawks davon noch entfernt. In Chicago wird Mitchell Trubisky noch nicht über den Weg getraut, in Seattle stimmt die Abstimmung und Protection für Russell Wilson nicht.

Normalerweise wird da auch den erfahrenen Headcoach gesetzt, der sein Team in einer Woche neu einstellen kann. Pete Carroll schaut allerdings in einige Problemfelder. In der Defense fehlt im Linebacker K.J. Wright, um genug Druck auf Trubisky aufzubauen. In der Offense muss Wide Receiver Doug Baldwin aussetzen. Zusammen mit dem zuvor erwähnten Brandon Marshall wäre diese eine gute Auswahl an offensiven Waffen gewesen.

So müsste es Wilson allein mit seinem Run-Game lösen. Doch da wartet Khalil Mack mit gefletschten Zähnen.

Also wird’s eine Defensivschlacht, bei der die Bears mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch und vor heimischen Publikum die Nase vorn haben.

Mein Tipp für Bears gegen Seahawks

Die schönen Seiten der Bears überwogen bei der Niederlage in Lambeau irgendwie. Mit Mack einen der besten Verteidiger des Spiels geholt und das Team verjüngt. Chicago sah gut aus. Wie die Jaguars vor einem Jahr. Auch dieses Team gewann Spiele durch die Defense und mit einem QB, bei dem viel hoffen und beten mitspielte.

Gerade gegen die wackeligen Seahawks, die ihren QB nicht beschützen konnten, könnte das zur Winning Formula werden.

Ich gehe mit Sieg Chicago bei einer Quote von 1,50.

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